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(Foto: Lufthansa)
04.12.2018   News
Achtung gewinnt Lufthansa-Pitch
Bis Ostern 2018 wollte die Lufthansa ihren globalen PR-Auftrag vergeben haben. Doch der Prozess zog sich viel länger hin als erwartet. Und am Ende gab es einen überraschenden Sieger.
Der heißt nach Informationen des PR Reports Achtung. Das ist bemerkenswert: Denn die Agentur von Mirko Kaminski war zwischenzeitlich schon ausgeschieden. Das Rennen lief noch zwischen Hill + Knowlton und Edelman.
 
Die US-Agenturriesen hätten im Gegensatz zu Achtung mindestens mit einem Pfund wuchern können: ihrer weltweiten Präsenz. Die Lufthansa will ihre internationalen Agenturbeziehungen konsolidieren. Derzeit arbeiten der Konzern sowie dessen Marken wie Eurowings, Swiss und Austrian Airlines mit einer Vielzahl von Dienstleistern zusammen. Größere Etats halten Burson-Marsteller (Europa) und Ketchum (Asien).
 
„Die Lufthansa Gruppe rückt insgesamt enger zusammen und harmonisiert dabei viele Prozesse. Dieser Logik folgend haben wir den Etat erstmalig für die gesamte Gruppe ausgeschrieben. Wir wollen besser zusammenarbeiten, schneller und agiler werden, auch in der Kommunikation“, sagte PR-Chef Andreas Bartels im Februar.
 
Aber dem Vernehmen nach überarbeitete die Lufthansa im Verlauf des Pitches die Aufgabenstellung – zum Ärger der Agenturen. Zudem soll es unterschiedliche Vorstellungen über das angemessene Preis-Leistungs-Verhältnis gegeben haben. Am Ende soll es um einen Etat zwischen einer und zwei Millionen Euro gegangen sein (Weitere Details dazu erfahren Sie im neuen PR Report - jetzt als Print-Heft, E-Paper oder im iKiosk erhältlich).
 
Und so kam Achtung wieder ins Spiel. Denn die Lufthansa hat Druck. Nicht nur preislich, auch zeitlich. Ende dieses Jahres läuft der Vertrag mit der langjährigen Haus-und-Hof-Agentur Burson-
Marsteller aus (inzwischen Burson Cohn & Wolfe). Deshalb gilt es als unwahrscheinlich, dass die Vertragsverhandlungen auf den letzten Metern noch scheitern.
 
Kaminskis Truppe arbeitet bereits für Swiss und soll künftig Schnittstelle zwischen Lufthansa und einem Netzwerk internationaler Agenturen sein. Vorbild könnte die Arbeit für die Elbphilharmonie sein, deren Eröffnung ebenfalls über einen maßgeschneiderten Verbund weltweit promotet wurde, den Achtung koordinierte.
 
Edelman soll inzwischen übrigens den Etat einer anderen Fluggesellschaft gewonnen haben.

Weder Lufthansa oder Achtung noch Hill + Knowlton oder Edelman wollten sich zu den Informationen des PR Reports äußern.
 
Tipp: In einem Ranking in der aktuellen Ausgabe des PR Reports zeigen wir, welche Agenturen die höchsten Einstiegsgehälter zahlen, mit welchen Benefits sie sonst noch locken und wie groß die Unterschiede bei den Einstiegsgehältern sind (jetzt als Print-Heft, E-Paper oder im iKiosk erhältlich).
 
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