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News / Matthias Poth soll IPO-PR für Bayers Plastik-Spin-off machen
Matthias Poth ist als Kommunikationschef des Bayer-Spin-offs Covestro im Gespräch
21.07.2015   News
Matthias Poth soll IPO-PR für Bayers Plastik-Spin-off machen
 
Matthias Poth verlässt Hering Schuppener Consulting, damit geht ein prominentes Mitglied aus der Geschäftsführung, auf dessen Schultern zu großen Teilen das IPO-Geschäft der Beratung ruhte. Poth kam vor mehr als zehn Jahren nach seiner Trennung von Infineon - und ist aktuell als Kommunikationschef für das angekündigte Bayer-Plastik-Spinoff Covestro im Gespräch.

Poth werde "eine beratende Funktion innerhalb des Bayer-Konzerns in Leverkusen übernehmen" verlautet es seitens Hering Schuppener. Wie unternehmensnahe Kreise vermuten, geht es dort um den Posten als Kommunikationschef von Bayer Material Science - die Kunststoffsparte des Chemie- und Pharma-Konzerns, gut 10 Mrd Euro schwer, soll demnächst abgespalten und an die Börse gebracht werden. Ab September firmiert das Unternehmen unter dem neuen Namen Covestro.

Bayer kappt seine Wurzeln in der Chemie-Welt, um die Hände frei für die Geschäfte in der Pharma- und Life-Science-Branche zu haben, in der die Leverkusener weiter wachsen wollen. Die Plastik-Sparte ist konjunkturanfällig, Bayer hofft aber darauf, mit dem Spin-off eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben zu können wie vor zehn Jahren mit Lanxess - die ehemalige Chemie-Sparte, mittelweile im Dax notiert, gilt als erfolgreich saniert.

Poth, der seine Karriere als Investor Relations-Manager bei der ehemaligen Hoechst AG begonnen hat, gilt als versierter IPO-Könner, hat zudem im Dienste von Hering Schuppener Chemie- und Pharma-Unternehmen beraten, darunter Altana oder eben auch Lanxess. Dort saß über lange Jahre Christoph Sieder an der Kommunikationsspitze, mit dem Poth bereits bei Infineon gearbeitet hatte. Poth war damals Kommmunikationschef, verantwortete in dieser Rolle auch die Investorenbetreuung.

Poths Ausstieg dürfte Hering Schuppener schmerzen, auch wenn die Kapitalmarktsparte etwa mit Alexander Geiser unbestreitbar weitere prominente Gesichter zu bieten hat. In die Lücke, die Poth hinterlässt, stoßen zudem mit Phoebe Kebbel und Brigitte von Haacke zwei M&A-Profis vor - beide sind seit dem 1. Juli in der Geschäftsführung neben Geiser, CEO Ralf Hering, Tina Mentner und Martin Bury.

Kebbel, seit mehr als 12 Jahren bei Hering Schuppener, berät insbesondere bei internationalen Transaktionen, war jüngst für die Übernahme des US-Elektronikunternehmens TRW durch ZF Friedrichshafen mandatiert. Zu den Mandaten von Haackes gehört die ProSiebenSat.1 Media AG, zuletzt auch Douglas - und mit der Kaufhof-Übernahme ein sehr prominentes Projekt.

nic

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