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AIKA-Gehaltsspiegel 2015
09.06.2015   News
13. Gehalt und Weihnachtsgeld bleiben Ausnahmen
 
Große Lust, an der Gehaltsumfrage der Allianz inhabergeführter Kommunikationsagenturen (AIKA) teilzunehmen, haben die Arbeitgeber offenbar nicht verspürt. Nur 37 der 400 angeschrieben Agenturen machten mit und rückten mit Angaben über insgesamt 235 qualifizierte Beschäftigungsverhältnisse heraus. Das Ergebnis: Mehr als 80 Prozent der Umfrageteilnehmer zahlen weder Weihnachtsgeld, noch ein 13. Monatsgehalt.

Angesichts einer meist eher geringen Grundvergütung trägt dies dazu dabei, die Arbeit in Kommunikationsagenturen - von Event- über PR- bis hin zu Multimedia-Dienstleistern - unattraktiv zu gestalten. Rund 2800 Euro brutto im Monat beträgt der Untersuchung zufolge beispielweise das Durchschnittsgehalt eines Angestellten im Bereich Kreation/Design. Das sind nach AIKA-Angaben knapp 135 Euro über dem Mittelwert aller Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland. Allerdings, so der Agenturverband, der die Befragung in Zusammenarbeit mit Sozialforschung-online.de umgesetzt hat, zeigten sich die meisten Arbeitgeber bei der betrieblichen Altersvorsorge und kleineren Zuschüssen, etwa Fahrtkosten, großzügig. Über die Hälfte der Kommunikationsagenturen honorierten zudem besondere Leistungen ihrer Mitarbeiter mit erfolgsabhängigen Prämien und Weiterqualifizierungsangeboten.

Allgemeingültige Aussagen lassen sich jedoch, wie so oft, kaum treffen. Laut der Studie variieren die Gehälter stark und sind von der Region, der Branchenspezialisierung und vom Geschäftserfolg abhängig. Einen Trend immerhin meint der AIKA-Vorsitzende Carsten Lange auszumachen: Dass knapp die Hälfte der befragten Agenturen angefallene Überstunden voll oder zumindest teilweise vergüten, ist für ihn ein Zeichen dafür, dass immer mehr Agenturchefs dazu bereit seien, "die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um gute Mitarbeiter zu finden und zu halten".

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