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29.05.2015   News
Pitchblog rüffelt Berliner Wasserbetriebe
 
Die Berliner Wasserbetriebe haben im April ein Agenturauswahlverfahren gestartet, bei dem der Umfang des erwarteten Kreativkonzepts in keinem fairen Verhältnis zum vorgegebenen Erarbeitungszeitraum stand. Für die Pitchblogger ein "Foul Pitch" und ein "Schlag ins Wasser".

Worum es geht: Mit einer Email vom 22. April 2015 forderten die Berliner Wasserbetriebe diverse Agenturen zur Abgabe eines Konzepts zur Weiterentwicklung der Informations- und Öffentlichkeitskampagne der Berliner Wasserbetriebe auf. Frist für die Abgabe des Angebots: 13. Mai 2015.

Was die Wasserbetriebe erwarteten

Das einzureichende Konzept sollte bereits umfangreich sein: Entwicklung eines Kreativansatzes (kommunikatives Dach), die Entwicklung / Ausarbeitung eines überzeugenden Storytelling-Ansatzes, die Erstellung / Umsetzung eines Gesamtkonzepts für die Kampagne (inklusive einer groben Empfehlung für die Mediaplanung) sowie die Entwicklung und Umsetzungsplanung von Informations-, Aktivierungs- und Dialogmaßnahmen für definierte Zielgruppen mit konkreter Aussage. Die Einreichung einer detaillierten Umsetzungs- und Budgetplanung sowie die Evaluation der Maßnahmen wurde ebenfalls vorausgesetzt.

Das komplett ausgearbeitete Konzept sollte bereits mit dem Angebot am 13. Mai abgeliefert werden.

Die Pitchblog-Betreiber sehen den "erheblichen Konzeptionsaufwand" in keinem Verhältnis zum "mit 3 Wochen doch sehr kurz bemessenen Konzepterarbeitungszeitraum" und hegen Zweifel an einer fairen Ausschreibung.

Ferner betrage das Budget lediglich 400.000 Euro, inklusive Agentur- und Fremdleistungen. Angesichts des weitreichenden Leistungsumfangs bezweifeln die Autoren, ob diese Summe zur Umsetzung des gewünschten Konzepts ausreichen kann.

Zusätzlicher Kritikpunkt: Trotz der umfangreichen Anforderungen und dem damit verbundenen zeitintensiven Aufwand wurde kein Pitch-Honorar gezahlt.

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