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28.05.2015   News
Der PR-Rat will schneller werden
 
"Wir wollen aktueller agieren und die Kommunikationswirtschaft nicht mit alten beziehungsweise nicht mehr aktuellen Fällen konfrontieren", sagt Günter Bentele, Vorsitzender des Deutschen Rats für Public Relations (DRPR). Das ist ein Grund, warum sich das Selbstkontrollgremium der Branche eine neue Beschwerdeordnung verpasst hat. Sie löst die alte aus dem Jahr 2007 ab und soll die Eingangsvoraussetzungen für Beschwerden, den Gang des Verfahrens und die möglichen Maßnahmen, die der Rat beschließen kann, besser regeln.

Einige der Neuerungen:

- Der DRPR hat künftig die Möglichkeit, eine Beschwerde, deren öffentliches Bekanntwerden mehr als ein Jahr vor dem Eingang der Beschwerde zurückliegt, abzulehnen

- Ratsmitglieder, die in Bezug auf einen Beschwerdefall befangen sind, dürfen an der Bearbeitung der Beschwerde nicht mehr teilnehmen

- Das Organ setzt auf mehr Zusammenarbeit mit den Betroffenen. Sie bekommen die Möglichkeit, eine Erklärung auf künftige Unterlassung der inkriminierten, unethischen Handlungen zu geben. Damit kann der DRPR Verfahren auch schon vor einer Sanktion einstellen.

Der PR-Rat will Missstände und Fehlverhalten bei der Kommunikation mit den verschiedenen Öffentlichkeiten benennen und gegebenenfalls rügen. Mal werden Beschwerden an ihn herangetragen, mal greift er sich Fälle selbst heraus. Rechtlich und ideell tragen ihn die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG), der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP), die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) und die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung (de'ge'pol).

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