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News / Tool-Update: Oktober
Team Lewis-COO Yvonne van Bokhoven (Foto: Team Lewis/Max Kers)
29.10.2026   News
Tool-Update: Oktober
Die Kommunikationsagentur Team Lewis und ihre COO Yvonne van Bokhoven (Foto) haben mit Orbital eine KI-Plattform für Marketingprofis herausgebracht. Aitastic hat sich mit Rechtevermarkter PMG Presse-Monitor über eine KI-Lizenz geeinigt, und Press’n’Relations hat seine Software Pressfile aufgefrischt.
Team Lewis
Orbital heißt eine KI-Plattform für Marketingfachleute in Unternehmen, die die Agentur jetzt auf den Markt gebracht hat. Das System führt einer Mitteilung zufolge Daten zu PR, CRM, Paid Media und Websites zusammen und soll sich für komplexe, stark regulierte und international tätige Unternehmen eignen. Es verknüpft:
- Intelligence: Orbital nutzt die zur Verfügung gestellten Daten eines Unternehmens und den jeweiligen Kontext, um relevante Signale zu identifizieren, die Reputation, Nachfrage und KI-Sichtbarkeit beeinflussen.
- Kreation: Orbital unterstützt Teams dabei, Insights schnell und skalierbar in hochwertige kreative Konzepte und Inhalte zu übersetzen. 
- Delivery: Orbital unterstützt auch die Menschen, die ein Unternehmen nach außen vertreten – bei Medieninterviews, Keynotes und anderen wichtigen Auftritten. 

Durch die Verknüpfung soll es den Marketingteams möglich sein zu erkennen, welche Faktoren Reputation, Nachfrage und KI-Sichtbarkeit beeinflussen, und darauf schneller und fundierter zu reagieren. "Technologie kann Informationen miteinander verknüpfen, menschliche Urteilskraft aber nicht ersetzen", sagt Yvonne van Bokhoven, Chief Operating Officer bei Team Lewis. "Mit Orbital erkennen unsere Fachleute schneller und klarer, worauf es ankommt. Die Entscheidungen und die Verantwortung dafür, sie sorgfältig zu treffen, bleiben beim Menschen."

Videoboost
Die Darmstädter Corporate-Video-Agentur für B2B-Unternehmen Boost Media hat einen kostenlosen Hochformat-Konverter im Angebot. Damit lassen sich bis zu drei Minuten lange MP4- und MOV-Filme im 16:9-Format einfach in ein 9:16-Format umwandeln, das beispielsweise für Kurzvideos auf Linkedin und Instagram geeignet ist. Der Nutzer zieht nach Agenturangaben ein Querformat-Video ins Browserfenster, eine KI erkennt Menschen und Schnitte und setzt für jede Szene den 9:16-Ausschnitt. Das Video wird dabei nicht hochgeladen, die Umrechnung läuft komplett auf dem Rechner des Nutzers.

Aitastic
Das Mainzer Media Intelligence-Unternehmen hat mit dem Pressedatenbank-Anbieter PMG Presse-Monitor eine KI-Lizenzvereinbarung geschlossen. Aitastic verfügt demnach vom zweiten Quartal kommenden Jahres an über erweiterte Nutzungs- und Verarbeitungsrechte und darf dann die Ergebnisse seiner artikelbezogenen Analysen für seine Media- und Business Intelligence-Dienstleistungen nutzen. Kunden würden von neuen Lösungen im Bereich Analyse, Prognose und Intelligence profitieren. Die Vereinbarung erlaubt laut Aitastic unter anderem die automatisierte Analyse, Indexierung, Segmentierung und Bewertung lizenzierter Beiträge.

"Aitastic ist ,built on AI and driven by AI‘. Denn Künstliche Intelligenz ist für uns technische Basis und täglicher Antrieb zugleich. Da ist ,licensed for AI‘ eine logische Konsequenz", teilt Aitastic-Chairman Rainer Mathes mit. "Unsere Kunden können keine rechtlichen Grauzonen gebrauchen. Wir haben den Anspruch, im AI-Zeitalter klare Innovationen voranzubringen und gleichzeitig, auch im Interesse unserer Auftraggeber, die Urheber journalistischer Inhalte zu respektieren."

Press'n'Relations 
Die Ulmer PR-Agentur hat die PR-Software Pressfile einem Relaunch unterzogen. Die 4. Generation der webbasierten Lösung für Pressekontakt- und Medienmanagement ist laut Press'n'Relations auf Basis aktueller Technologien modernisiert worden. Neu ist unter anderem:
- die KI-basierte Kontaktdatenbank Pressfile AI.base: Sie startet mit etwa 45.000 Pressekontakten aus knapp 5000 Publikationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie weiteren Ländern. Dazu kommen bislang mehr als 2700 Verlage. Die Pressekontakte wurden DSGVO-konform mit KI-Unterstützung recherchiert und sind in der separaten Datenbank AI.base abgelegt. Diese wird wie Pressfile in einer privaten Cloud in Deutschland gehostet und abgesichert.
- der KI-Check für News-Texte: Bevor eine Meldung im Pressfile- oder individuellen Newsroom veröffentlicht wird, bietet Pressfile Gen4 die Option, die Tonalität zu prüfen, etwa, ob der Text journalistischen Ansprüchen genügt oder zu werblich ausfällt. Dazu kommt die Möglichkeit, den Text entsprechend automatisiert zu überarbeiten und ihm einen journalistischeren Charakter zu geben, formaler oder prägnanter zu formulieren oder auch in "leichter Sprache" umzuschreiben.
- der Pressfile Chatbot: Er ersetzt das klassische Online-Handbuch. Anwender können sich im Dialog über natürlichsprachige Anfragen die einzelnen Funktionen erläutern lassen. Dazu kommt die Möglichkeit, für jeden Kunden weitere individuelle Vorgaben zu hinterlegen, auf die nur die User des jeweiligen Pressfile-Mandanten Zugriff haben. 

Pressrelations
Der Medienbeobachter und -analyst ist seit Anfang Oktober auch in Italien vertreten. Chef von Pressrelations Italy mit Sitz in Verona ist Mauro Stoico. Der Managing Director war Sales Director bei Press Index und arbeitete bei Kantar Media unter anderem als General Manager der italienischen Landesgesellschaft. Zudem hat Pressrelations seinen Internetauftritt erneuert. Die Website pressrelations.com hat ein neues Design und eine neue technische Basis. Das Leistungsportfolio rund um Media Intelligence Services und die All-in-one-PR-Plattform Newsradar ist einer Mitteilung zufolge klarer erfassbar. Zu den bestehenden Angeboten seien eine italienische Sprachversion, französisch- und italienischsprachige Auftritte für die Schweiz sowie eine englischsprachige International-Seite für Europa hinzugekommen. Damit sei Pressrelations in allen Märkten, in denen die Gruppe mit eigenen Teams vertreten ist, nun auch digital in der jeweiligen Landessprache präsent.

Podigee
Die Berliner Podcast-Hosting-Plattform hilft bei der Produktion, Veröffentlichung, Verbreitung, Auswertung und Vermarktung von Podcasts. Jetzt ist der Software-Anbieter nach eigenen Angaben auch im Plugin-Verzeichnis des KI-Modells Chat GPT und im Connector-Verzeichnis von Claude gelistet. Durch die Integration ist es Nutzern eines Podigee-Accounts möglich, anfallende Arbeiten im Gespräch mit ihrem KI-Assistenten zu erledigen, statt manuell über die Podigee-Oberfläche. Der Assistent setzt auf der KI auf, die in Podigee eingebaut ist.
 
Creators bekommen laut Podigee beim KI-gestützten Podcast-Publishing in Chat GPT und Claude Antworten statt Dashboards und geben die Routineschritte jeder Veröffentlichung ab – von den Shownotes bis zum Veröffentlichungstermin. Marketing- und Kommunikationsteams machen aus einer Frage einen Bericht für das nächste Meeting, zum Beispiel eine Zusammenfassung für die Geschäftsführung, und nutzen das im Podcast Gesagte auf ihren anderen Kanälen weiter. "KI kann die Shownotes schreiben. Sie kann Kapitel setzen, die Veröffentlichung planen und prüfen, ob eine Show überall live ist. Aber das Gespräch führst du selbst", sagt Podigee-CEO Mateusz Sójka. "Und genau dafür bekommst du die Stunden zurück, die KI dir drumherum abnimmt. Ich glaube, in ein paar Jahren veröffentlicht niemand mehr einen Podcast ohne Assistenten an seiner Seite, und wir wollen, dass Podigee die Plattform ist, auf der das schon heute funktioniert."

Scompler
Der Münchner Anbieter von Kommunikationsmanagement-Software macht mit MontuaPartner Communications (MPC) gemeinsame Sache. Dabei verbindet die Hamburger Kommunikationsberatung ihr Betriebsmodell für Kommunikation in Veränderungsprozessen mit Scomplers Betriebssystem für strategische Kommunikation. Die Zusammenarbeit geschieht demnach in drei Phasen:
1. Strategische Einordnung: MPC entwickelt gemeinsam mit der Organisation ein Zielbild sowie ein passendes Kommunikations- und Arbeitsmodell. Scompler bringt die Perspektive der späteren Steuerung ein.
2. Steuerung im Alltag: Scompler wird zum gemeinsamen System, in dem Teams Themen, Rollen, Prozesse, Botschaften und Maßnahmen täglich planen, koordinieren und steuern. MPC begleitet die Einführung, damit die neue Arbeitslogik im Team ankommt.
3. Lernen und Weiterentwickeln: In Piloten und Retros prüfen die Teams gemeinsam mit MPC und Scompler, welche Routinen und Formate funktionieren. Auf dieser Grundlage entwickeln sie ihre Kommunikation weiter, bis sie im Alltag trägt.

"Kommunikation lässt sich nicht als Sammlung einzelner Aktivitäten, Tools oder Kanäle steuern, sondern nur als System, das Strategie und Umsetzung verbindet. Gerade in Veränderungsprozessen zeigt sich, wie wichtig das ist", teilt Scompler-CEO Björn Bröhl mit. "Mit MPC sorgen wir dafür, dass dieses System von Anfang an zur Organisation passt, damit Teams nicht nebeneinander planen, sondern miteinander steuern."
 
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