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(Grafik: Unicepta/Rheinmetall/Siemens/Commerzbank)
13.10.2026   News
CEO-Impact-Ranking: Armin Papperger hält Rang 1
Im Unicepta-Impact-Ranking der Dax40-CEOs für das dritte Quartal dieses Jahres verteidigt Rheinmetall-Boss Armin Papperger seine Spitzenposition. Auf den Plätzen zwei und drei landen Roland Busch von Siemens und Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp.
Pappergers mediale Präsenz steht laut Unicepta weiterhin im Kontext der hohen Aufmerksamkeit für Verteidigung und europäische Sicherheit. Im dritten Quartal rückten demnach insbesondere der Ausbau der Produktionskapazitäten von Rheinmetall, neue Geschäftsfelder und die ambitionierten Wachstumspläne des Konzerns in den Fokus. Die "Bild"-Zeitung griff etwa die Bedeutung des Rheinmetall-Standorts im bayrischen Aschau auf und zitierte Papperger mit den Worten: "Die Nato ist nicht kampffähig ohne diesen Standort hier in Aschau." Den Standort Kassel kündigte er gegenüber N-tv.de als "das größte Panzerwerk Europas" an.

Besonders ausführlich setzte sich "Der Spiegel" mit Pappergers Rolle bei der Expansion von Rheinmetall auseinander. Seinen Führungsanspruch beschrieb er dort mit den Worten: "Man muss ein Unternehmen so führen, als ob es einem gehört." Gleichzeitig richtete das Porträt den Blick auf die Herausforderungen des schnellen Wachstums. Nach dem gescheiterten F126-Projekt räumt Papperger ein: "Das Aus für das F126-Projekt war ein Rückschlag für uns, von dem wir kalt erwischt wurden." An der Expansion in den maritimen Bereich hält er dennoch fest und bezeichnet sie als "richtige Entscheidung".

Roland Busch belegt Platz zwei. Die Berichterstattung über den Siemens-Chef war den Media-Intelligence-Experten von Unicepta zufolge im dritten Quartal insbesondere von der strategischen Ausrichtung des Konzerns auf industrielle KI und der Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland geprägt. Mit der geplanten "One Tech Company" treibt Siemens die stärkere Verzahnung seiner Technologie- und KI-Aktivität voran. Busch ordnet die Ausrichtung als Wachstumsstrategie ein: "One Tech Company ist ganz klar ein Wachstumsprogramm." Parallel diskutierten Medien die strategische Bedeutung industrieller KI und die konkrete Wertschöpfung der KI-Strategie von Siemens. Parallel trat Busch als wirtschaftspolitische Stimme für den Standort Deutschland in Erscheinung.

Bettina Orlopp verbesserte sich gegenüber dem zweiten Quartal von Rang fünf um zwei Plätze. Ihre mediale Präsenz ist nach Unicepta-Angaben weiterhin maßgeblich vom Übernahmeringen zwischen Commerzbank und UniCredit geprägt. Nach einem starken operativen Ergebnis wirbt Orlopp für einen konstruktiven Austausch: "Es braucht zwischen unseren Häusern einen konstruktiven Dialog für einen wertschaffenden Weg nach vorn." Im Vergleich zum Vorquartal rücken damit verstärkt die Bedingungen einer möglichen Transaktion und deren strategische Ausgestaltung in den Fokus. Auch Orlopps eigene Zukunft wird zum Gegenstand der Berichterstattung: Gegenüber Reuters knüpfte sie ihren bis 2029 laufenden Vertrag an eine gemeinsame strategische Linie mit dem Aufsichtsrat.

Für das CEO-Impact-Ranking, das Unicepta für die "FAS" erstellt, hat der Medienanalyse-Anbieter nach eigenen Angaben 4441 Beiträge aus 116 deutschen und internationalen Print- und Online-Quellen ausgewertet, die zwischen Juli und September dieses Jahres erschienen sind. Das Ranking basiert auf Ergebnissen aus dem Unicepta-"DAX-Benchmark", der die mediale Präsenz aller Dax-Konzerne und ihrer CEOs sowie Rezeptionswahrscheinlichkeit, Fokus und Tonalität der Medienberichterstattung erfasst.
 
Zu den Top Ten im Unicepta-Ranking zählen zudem Christian Sewing (Deutsche Bank) auf Platz vier, Christian Klein (SAP) auf Rang fünf, Bill Anderson (Bayer/6), Bjørn Gulden (Adidas/7), Oliver Blume (VW/8), Milan Nedeljković (BMW/9) und Markus Kamieth (BASF/10).
 
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