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News / "In der Medienarbeit gleicht kein Tag dem anderen"
Simona Gulich (Foto: Andreas Kusy Photography)
07.10.2026   30u30
"In der Medienarbeit gleicht kein Tag dem anderen"
Nächste Runde unserer Nachwuchsinitiative #30u30. In diesem Jahr mit dabei: Simona Gulich von Boston Consulting.
Simona Gulich ist seit 2025 Teil des Corporate-Communications-Teams der Unternehmensberatung BCG. Sie kümmert sich um Medienarbeit und sei für viele Stakeholder eine verlässliche Ansprechpartnerin, sagt Anna Rössler, die Social Media und Content Marketing für Zentraleuropa leitet. Im Januar unterstützte Gulich einen BCG-Top-Manager beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Prägend sei die Arbeit in der Finanzkommunikation von Beiersdorf gewesen, sagt Gulich. Einen besonderen Moment habe sie erlebt, "als nach intensiver Pressearbeit unser Global Wealth Report in der 20-Uhr-Tagesschau aufgegriffen wurde".
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Simona Gulich im #30u30-Fragebogen


Die Arbeit in der Kommunikation reizt mich, weil ... sie so vielfältig ist. Von Finanzkommunikation, interner Kommunikation über politische Kommunikation bis hin zu Media Relations konnte ich bereits sehr unterschiedliche Bereiche kennenlernen. Gerade in einer Zeit des Information Overload wird gute Kommunikation immer wichtiger: Es geht darum, die richtigen Botschaften zur richtigen Zeit an die richtigen Zielgruppen zu bringen. Besonders an Media Relations gefällt mir, dass kein Tag dem anderen gleicht. Ich arbeite an unterschiedlichsten Themen und mit verschiedenen internen und externen Stakeholdern zusammen und sehe jeden Tag, welchen Unterschied strategische Kommunikation machen kann – wenn sie Verständnis schafft, Brücken baut und langfristig auf die Reputation des Unternehmens einzahlt.

Was sind deine konkreten Aufgaben bei deinem Arbeitgeber? Freunden und Familie erkläre ich es ungefähr so: Wir sind die Schnittstelle zwischen der BCG-Welt und den Medien. Journalisten wenden sich mit Anfragen an uns, und wir positionieren BCG als Vordenker, indem wir Reports und Expertenmeinungen zu relevanten Themen aktiv in die Öffentlichkeit bringen. Meine konkreten Aufgaben umfassen klassische Pressearbeit wie das Pitchen von Studien, die Vorbereitung von Briefings für unser Senior Management und die Begleitung von Interviews, aber auch das Verfassen von Pressemitteilungen und Gastbeiträgen. Dazu kommt die Zusammenarbeit in cross-funktionellen Projekten – von großen Reportlaunches über Konferenzen wie das World Economic Forum in Davos bis hin zu Fragen wie: Wie integriert man eigentlich agentic AI-Workflows in die tägliche Kommunikationsarbeit? Ich betreue Themen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Geopolitik, der Gesundheits- oder Finanzbranche und unsere Transformationskampagne – genau diese Breite macht für mich den Reiz aus.

Mein Vorbild in der Kommunikation: Rhetorisch und in der emotionalen Wirkung ihrer Botschaften beeindrucken mich Michelle und Barack Obama immer wieder – zuletzt bei der Eröffnungsrede des Presidential Centers in Chicago. Auch in der PR-Welt gibt es für mich viele spannende Personen. In jeder meiner bisherigen Stationen habe ich von Kolleginnen und Kollegen gelernt: was politische Kommunikation im Bundestag bedeutet, wie Krisenkommunikation funktioniert, wie man Kommunikation wirklich strategisch denkt und Botschaften in Pressemitteilungen richtig platziert.

Mein Ziel als Kommunikationsprofi ist es, mit meiner Arbeit dazu beizutragen, Thought Leadership und Reputation nachhaltig aufzubauen – mit Inhalten, die informieren, Orientierung geben und Menschen für relevante Themen begeistern. Langfristig wünsche ich mir, dass Kommunikation in Unternehmen noch stärker als strategische Disziplin verstanden wird. Kommunikation verdient einen Platz am Tisch. Unser Mehrwert entsteht nicht erst, wenn kommuniziert wird, sondern wenn wir strategisch beraten und frühzeitig vom Top-Management einbezogen werden.

Mein Lieblings-KI-Tool: Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, wäre es aktuell Claude. Besonders die Kombination aus Projekten, Konnektoren, Skills und kollaborativen Funktionen macht das Tool für mich zu einer Art "second brain". Gleichzeitig gilt gerade in der Kommunikation: KI kann unterstützen, aber nicht ersetzen. Kritisches Denken, Urteilsvermögen und Empathie bleiben der entscheidende Unterschied. 
 
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