Nächste Runde unserer Nachwuchsinitiative #30u30. In diesem Jahr mit dabei: Felicia Fullbrecht vom Verband der Automobilindustrie.
Mit Mitte 20 war Felicia Fullbrecht Sprecherin und Büroleiterin des damaligen Bundestagsabgeordneten Julian Grünke (FDP), 2025 wechselte sie als Sprecherin zum Verband der Automobilindustrie (VDA). "Ich erzähle die Geschichte einer Branche im Wandel: der Transformation der deutschen Automobilindustrie hin zu einer klimaneutralen und digitalen Mobilität der Zukunft", sagt die 29-Jährige.
Fullbrecht verbinde strategische Klarheit, werteorientierte Führung sowie Einfluss in Politik und Wirtschaft, sagt Marlon Jost, Senior Lead Manager Corporate Communications bei Beiersdorf und Fullbrechts Mentor im Young Political Communicators Club.
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Felicia Fullbrecht im #30u30-FragebogenDie Arbeit in der Kommunikation reizt mich, weil ... das Arbeitsumfeld immer dynamischer wird. Die geopolitischen Veränderungen steigern die Komplexität und Geschwindigkeit, mit der ich kommuniziere, rasant. In diesen Zeiten mit seinen Botschaften an die Öffentlichkeit durchzudringen, ist Ansporn und Herausforderung zugleich. Dafür braucht es vor allem ein gutes Gespür dafür, wohin Journalistinnen und Journalisten mit ihrer Story wollen. Man muss die eigenen Inhalte und Botschaften so aufbereiten oder auch runterbrechen, dass sie wirklich anschlussfähig sind. Komplexität aufzuschlüsseln und Sachverhalte für alle verständlich zu machen, ist eine wichtige Erfolgsgrundlage, es geht um das Verstehen und Verstanden werden. Gute Kommunikation beginnt deshalb zunächst mit Zuhören und auch mit dem Lesen zwischen den Zeilen
Was sind deine konkreten Aufgaben bei deinem Arbeitgeber? Ich erzähle die Geschichte einer Branche im Wandel: der Transformation der deutschen Automobilindustrie hin zu einer klimaneutralen und digitalen Mobilität der Zukunft. Denn wenn sich eine der wichtigsten Branchen Deutschlands verändert, braucht es Kommunikation, die Orientierung und Zuversicht gibt, die ein Zielbild zeichnet, auf das wir als Gesellschaft gemeinsam hinarbeiten.
Im Arbeitsalltag heißt das vor allem: politisch-kommunikative Botschaften entwickeln, Pressemitteilungen verfassen, Medienanfragen beantworten, Interviews vorbereiten, Texte freigeben sowie Hintergrundgespräche organisieren oder Fernsehauftritte begleiten. Inhaltlich verantworte ich insbesondere die Themen Elektromobilität, Antriebe der Zukunft, die Nutzfahrzeugindustrie sowie die IAA Mobility und die IAA Transportation.
Besonders reizvoll finde ich dabei die Verbindung aus Technik und Kommunikation. Viele der Themen, an denen ich arbeite, haben einen unmittelbaren Bezug zum Alltag der Menschen, vom Stecker des Elektroautos bis hin zum neusten Softwareupdate im Auto. Mein Anspruch ist es dabei, komplexe technische und industriepolitische Inhalte verständlich und mit einem klaren Verbraucherfokus zu vermitteln.
Mein Vorbild in der Kommunikation ist ... die "FAZ"-Journalistin Friederike Haupt. Ich habe sie in meiner Zeit im Bundestag als politische Korrespondentin der "FAZ" kennengelernt. Besonders beeindruckt mich ihre Fähigkeit, die gefährlichen politischen Entwicklungen innerhalb der AfD mit großer analytischer Schärfe, klarer Sprache und einer präzisen Tonalität einzuordnen. Gleichzeitig zeigt sie, dass politische Kommunikation auch unterhaltsam sein kann: Mit ihren pointierten Instagram-Beiträgen über die Berliner Polit-Bubble erschließt sie sich ein zusätzliches Publikum abseits der Seite drei. Auch in ihrer Rolle als Partyreporterin des F.A.Z.-Empfangs hat sie kürzlich wieder gezeigt, wie beobachtungsstark und facettenreich Kommunikation sein kann.
Mein Ziel als Kommunikationsprofi ist es, junge Frauen zu motivieren, sich für politische Kommunikation zu begeistern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der politische Betrieb für junge Frauen am Anfang durchaus einschüchternd wirken kann. Deshalb ermutige ich in Gesprächen immer dazu, auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und sich selbstbewusst in Diskussionen einzubringen: Nehmt Raum ein und macht euch sichtbar. Gleichzeitig finde ich, dass man viel gegenseitig voneinander lernen kann. Jede und jeder kann etwas beitragen. Und am meisten lernst du manchmal von Menschen, von denen du es am wenigsten erwartest.
Mein Lieblings-KI-Tool: Ich benutze KI-Tools vor allem, um meine eigenen Botschaften zu testen. Gerne lasse ich die KI kritische Fragen dazu entwickeln und prüfe konkret auf das Verständnis. Am meisten nutze ich dafür Copilot.
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