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News / "Emotionale Intelligenz bleibt unersetzbar"
Charlotte von dem Bussche (Foto: Oliver Rüther)
11.09.2026   30u30
"Emotionale Intelligenz bleibt unersetzbar"
Nächste Runde unserer Nachwuchsinitiative #30u30. In diesem Jahr mit dabei: Charlotte von dem Bussche von Brunswick.
Charlotte von dem Bussche hat bei Brunswick zwei Rollen: Sie arbeitet direkt mit Kunden und unterstützt als Chief of Staff das deutsche Management. Sie sei eines der seltenen Talente, "das man nicht nur an ihren Ergebnissen erkennt, sondern auch daran, wie schnell Menschen ihr vertrauen", sagt Brunswick-Director Alberta von Brandenstein.

Zu den Referenzprojekten der 28-Jährigen gehört eine lange eher verschwiegene Mode- und Konsumgüterfirma. Zentrale Herausforderung dabei sei es gewesen, das Vertrauen aufzubauen, sich zu öffnen und stärker in den Dialog mit der Öffentlichkeit zu gehen, sagt von dem Bussche.
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Charlotte von dem Bussche im #30u30-Fragebogen

Die Arbeit in der Kommunikation reizt mich, weil ... sie nie stillsteht. Kommunikation entsteht dort, wo unterschiedliche Interessen, Perspektiven und Erwartungen aufeinandertreffen. Mich fasziniert, wie oft kleine Nuancen große Unterschiede machen können. Gerade in einer Zeit, in der KI immer mehr Inhalte produziert und Kommunikation zunehmend automatisiert wird, wird es wichtiger denn je, die Dynamiken verschiedener Zielgruppen und Kontexte wirklich zu verstehen. Gute Kommunikation ist für mich deshalb Handwerk, Menschenkenntnis und Haltung zugleich.

So erkläre ich anderen Menschen meinen Job: Brunswick ist eine strategische Kommunikationsberatung. Wir sitzen dort, wo Unternehmen, Öffentlichkeit, Politik, Medien und Stakeholder aufeinandertreffen – oft mit sehr unterschiedlichen Interessen. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen in entscheidenden Momenten zu begleiten: von Transformationen über Reputationsfragen bis hin zu Krisensituationen. Inhaltlich arbeite ich vor allem in den Bereichen Konsumgüter, Handel und Finanzkommunikation. Dabei verbinde ich zwei Rollen: Als Client Handler arbeite ich direkt mit Kunden an ihren Kommunikationsthemen. Als Chief of Staff unterstütze ich das deutsche Managing Team bei strategischen Themen und Fragestellungen. Genau diese Mischung aus operativer Kundenarbeit und strategischer Perspektive macht es für mich besonders spannend.

Mein Vorbild in der Kommunikation ist ... nicht eine einzelne Person. Ich habe viele Vorbilder. Ich versuche, von denen zu lernen, die etwas besonders gut können: Menschen, die komplexe Sachverhalte verständlich machen, in schwierigen Situationen Haltung bewahren und andere für Ideen begeistern können. Wenn Kommunikation etwas bewirken soll, braucht sie aus meiner Sicht immer drei Dinge: Substanz, Empathie und Glaubwürdigkeit. Menschen, die diese Kombination beherrschen, beeindrucken mich – unabhängig von Branche oder Funktion.

Mein Ziel als Kommunikationsprofi ist ... kein Alleinstehendes. Was mich antreibt, sind Relevanz und Themen, die gesellschaftlich, wirtschaftlich oder politisch etwas bedeuten – und dabei Verantwortung zu übernehmen. Kommunikation wird immer gebraucht werden. KI wird eine größere Rolle spielen, keine Frage, aber ich bin überzeugt, dass emotionale Intelligenz unersetzbar bleiben wird. Die Verbindung aus Inhalten, Menschen und Kommunikation hat mich schon immer fasziniert, in welchem Format auch immer. Diesen Raum zu gestalten, finde ich spannend, und das wird sicher auch immer auf ein größeres Ziel einzahlen.

Mein Lieblings-KI-Tool: Ich habe kein Lieblings-KI-Tool. KI ist für mich vor allem ein Werkzeug und kein Selbstzweck. Ich nutze es als Hilfe, um Informationen zu strukturieren, Gedanken zu sortieren und effizienter an gewissen Stellen zu arbeiten. Die eigentliche Arbeit beginnt aber meistens erst danach, wenn die produzierten Inhalte mit Urteilsvermögen, Einordnung und Verständnis eines Menschen sortiert werden müssen.
 
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