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(Grafik: Unicepta/Rheinmetall/Porsche/Mercedes-Benz)
20.07.2026   News
CEO-Impact-Ranking: Armin Papperger erobert Spitze
Der Vorstandsvorsitzende des Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, nimmt Rang eins im Unicepta-Impact-Ranking der Dax40-CEOs für das zweite Quartal 2026 ein. Auf den Plätzen zwei und drei folgen VW-Chef Oliver Blume und Mercedes-Benz-Boss Ola Källenius.
Papperger war im ersten Quartal dieses Jahres noch auf Ranglistenplatz neun zu finden. Sein Sprung nach vorn ist nicht zuletzt mit der zunehmenden Relevanz sicherheits- und industriepolitischer Themen auf der medialen Agenda zu erklären. Die Präsenz des Rheinmetall-Chefs wird Unicepta (ehemals: Prophet) zufolge von starken Geschäftsaussichten, steigenden Auftragserwartungen sowie Debatten über europäische Rüstungskooperation, Drohnenabwehr und militärische KI geprägt. Das "Handelsblatt" habe Pappergers Forderung nach globalen Regeln für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Waffensystemen aufgegriffen. Mit Blick auf die menschliche Kontrolle autonomer Systeme zitierte die Zeitung ihn: "Wir stellen kein einziges System her, bei dem nicht der Mensch die finale Entscheidung trifft." Der Beitrag habe diese Aussage als ethischen Ansatz von Rheinmetall eingeordnet und darauf verwiesen, dass technologisch bereits weitergehende Automatisierung möglich wäre.

Ein weiterer Schwerpunkt hat laut den Media-Intelligence-Experten von Unicepta auf der geplanten Zusammenarbeit von Rheinmetall und der Deutschen Telekom bei der Drohnenabwehr gelegen. Die "Bild" berichtete demnach über einen gemeinsamen Abwehrschirm zum Schutz von Städten und kritischer Infrastruktur und zitierte Papperger mit den Worten: "Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital." Nach Darstellung des Beitrags sollen dabei Rheinmetalls Abwehrtechnik und die Netzkompetenz der Telekom zusammengeführt werden. Daneben habe die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS die Berichterstattung geprägt.

Für das CEO-Impact-Ranking, das Unicepta für die "FAS" erstellt, hat der Medienanalyse-Anbieter nach eigenen Angaben 2975 Beiträge aus 116 deutschen und internationalen Print- und Online-Quellen ausgewertet, die zwischen April und Juni dieses Jahres erschienen sind. Das Ranking basiert auf Ergebnissen aus dem Unicepta-"DAX-Benchmark", der die mediale Präsenz aller Dax-Konzerne und ihrer CEOs sowie Rezeptionswahrscheinlichkeit, Fokus und Tonalität der Medienberichterstattung erfasst.
 
Nach mehreren Quartalen an der Spitze ist Oliver Blume auf Platz zwei zurückgefallen. Die Berichterstattung über Volkswagen konzentrierte sich nach Angaben von Unicepta im zweiten Quartal vor allem auf Kostenreduzierungsprogramme, Stellenabbau, Überkapazitäten und den weiteren Konzernumbau. Die Tagesschau berichtete über verschärfte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und zitierte Blume: "Unsere Lage ist angespannt und anspruchsvoll." Zugleich verteidigte Blume den Sparkurs und die Anpassung der Produktionskapazitäten. Ein weiterer Schwerpunkt habe auf der Zukunft des Werks Osnabrück glegeb. "Bild" zitierte Blume: "Wir werden in Osnabrück ab 2027 keine Produkte des Volkswagenkonzerns mehr produzieren und sind deshalb in intensiven Gesprächen mit Unternehmen der Verteidigungsbranche." Eine eigene Waffenproduktion schloss er aus: "Wir werden keine Waffen produzieren." Als mögliche Felder nennt der Beitrag unter anderem Fahrzeuge für militärische Transporte.

Ola Källenius verbesserte sich von Platz acht auf Platz drei. Seine mediale Präsenz sei, so Unicepta, von Elektrifizierung, Innovation und der Positionierung von Mercedes-Benz in einem schwierigen Marktumfeld geprägt gewesen. In einem "Welt"-Interview zur Wettbewerbsfähigkeit Europas wurde er folgendermaßen zitiert: "Wir stehen an einem Wendepunkt und müssen wirtschaftlichen Erfolg, Resilienz und Dekarbonisierung jetzt parallel erreichen." Daneben berichtete das "Wall Street Journal" über die grundsätzliche Bereitschaft von Mercedes-Benz, sich unter wirtschaftlich tragfähigen Bedingungen an der Verteidigungsproduktion zu beteiligen. Källenius erklärte, Europa müsse sein Verteidigungsprofil stärken. In deutscher Übersetzung lautet seine Aussage: "Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit."
 
Zu den Top Ten im Unicepta-Ranking zählen zudem Bill Anderson (Bayer) auf Platz vier, Bettina Orlopp (Commerzbank) auf Rang fünf, Christian Klein (SAP/6), Christian Sewing (Deutsche Bank/7), Bjørn Gulden (Adidas/8), Timotheus Höttges (Deutsche Telekom/9) und Markus Kamieth (BASF/10).
 
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