So rasant wie der Aufstieg des Themas GEO, entwickelt sich auch der Tool-Markt. An dieser Stelle geben wir einen kurzen Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Auch die Preisangaben dienen in erster Linie der groben Orientierung und sind teilweise nur bedingt vergleichbar: Während einige Firmen durch günstige Einstiegspakete mit abgespeckten Funktionen locken, gehen andere gleich mit umfangreichen Leistungen und hochpreisig ins Rennen. Auch bei den Spezialisten gilt: je breiter und individueller das Paket, desto teurer wird es. Ein genauer Abgleich der eigenen Bedürfnisse und der jeweiligen Anbieter ist also unerlässlich.
Bei der Tool-Auswahl sollte man vor allem auf drei Dinge achten, rät Edelman-Expertin Esther Schumacher: „Erstens: Transparenz über Quellen und Zitationen, also welche Inhalte und Quellen von KI-Systemen tatsächlich herangezogen werden. Zweitens: Die Analyse von Narrativen und Sentiment, um zu verstehen, wie Marken kontextualisiert werden. Und drittens: Skalierbare Auswertungen über Themen und Wettbewerber hinweg, um strategische Muster zu erkennen.“
Ahrefs
SEO-Firma aus Singapur. Die GEO-Dienste sind in geringem Umfang als Bestandteil der Standard-Module buchbar sowie als eigene Produkte mit deutlich mehr Möglichkeiten. Preise und Inhalte einzelner Pakete variieren entsprechend.
Blinq
Newcomer aus Köln, 2024 mit einer Saas-Lösung für die Pressearbeit gestartet. Seit vergangenem Jahr gehört auch ein GEO-Tool dazu. Blinq verspricht, die damit gewonnenen Erkenntnisse „mit relevanten Medienkontakten“ zu verbinden. Buchbar nur als Teil der Gesamtlösung. Das günstigste Modul kostet 59 Euro und bietet zudem eine Journalisten- und eine KI-Podcast-Suchmaschine. Enthalten sind 25 Prompts, über die täglich Daten gesammelt werden. Im Premium-Plan für 359 Euro sind es 100 Prompts für zehn User, also 1.000 insgesamt. Blinq deckt Chat GPT, Perplexity, AI Overviews und Gemini ab. Weitere Modelle sollen hinzukommen.
Meltwater
Der Monitoring- und Analyseriese bietet seine „Gen AI Lens“ als Teil seiner „Media Intelligence Suite“ an. Damit sei es Meltwater zufolge unter anderem möglich, Journalisten zu identifizieren, deren Inhalte in KI-Ergebnissen auftauchen. Die Kosten richten sich nach dem gebuchten Paket, beispielsweise in Kombination mit Media Monitoring, Social Listening oder Influencer Marketing. Analysiert werden acht KI-Modelle.
Observer
Medienbeobachter, PR-Dienstleister und Marktforscher aus Österreich, der auch GEO-Services anbietet. Prompt-Monitoring und -Reporting sind Teil des „Media Intelligence Office“ und werden täglich, wöchentlich, 14-tägig oder monatlich in die laufende Beobachtung der Kunden integriert. Das Prompt-Monitoring kostet ab 19 Euro (abhängig von Promptzahl und Frequenz) und der GEO-Text-Assistent ab 20 Euro im Monat, Beratung gibt es ab 130 Euro. Aktuell in Beobachtung sind sieben KI-Modelle.
Otterly AI
Spezialanbieter für GEO-Monitoring und -Optimierung aus Österreich, seit Herbst 2024 am Markt. Das Lite-Modul für Einzelpersonen und kleine Teams mit 15 Such-Prompts kostet 29 Euro im Monat. Die Premium-Variante mit 400 Prompts für 489 Euro monatlich richtet sich an mittelgroße Firmen und Agenturen. In allen Preismodulen enthalten sind Chat GPT, Google AI Overviews, Perplexity und MS Copilot. Als Add-on gibt es Google Gemini und Google AI-Mode. Für Agenturen bietet Otterly AI Partnerschaften an.
Peec AI
Vor rund anderthalb Jahren gegründeter Spezialist aus Berlin. Die günstigste Starter-Variante für Marken kostet 85 Euro im Monat. Inkludiert sind 50 Prompts, Kunden können drei KI-Modelle auswählen – wobei manche nur in der Enterprise-Version verfügbar sind, die individuell bepreist wird. Für Agenturen rechnet Peec AI nach Credits ab: 1 Prompt pro KI-Modell und Tag verbraucht einen Credit. Das Essential-Modul für 205 Euro im Monat enthält 10.000 Credits. Dafür sind bis zu fünf KI-Modelle auswählbar – indes gibt es zum Beispiel Claude nur im Comprehensive-Paket.
Profound
Der Spezialist aus den USA offeriert verschiedene Modelle für Unternehmen und Agenturen. Das Starter-Paket für kleine Firmen gibt es für 99 Dollar im Monat. Dabei werden 50 Prompts und Chat GPT als einziges KI-Modell getrackt. Das Growth-Paket kostet 399 Dollar im Monat. Enthalten sind 100 Prompts, drei KI-Modelle und sechs optimierte Artikel. Der Preis des Enterprise-Pakets richtet sich nach dem gebuchten Leistungsumfang.
Promptmonitor
GEO-Anbieter, der unter anderem verspricht, auch Namen, Social-Media-Profile und Mail-Adressen der Autorinnen und Autoren der jeweiligen Quellen zu liefern, die von KI-Modellen zitiert werden. Das Starter-Modul mit 25 Prompts kostet monatlich 29 Dollar und untersucht Chat GPT, Claude, Gemini, Deepseek, Grok und Perplexity. Die Leistungen steigen mit jeder gewählten Preisstufe. Das Pro-Modul für 129 Dollar enthält 150 Prompts.
Rankscale AI
2024 gestarteter GEO-Spezialist aus Österreich, der verschiedene Monitoring- und Analyse-Möglichkeiten bietet. Maßgeblich für die Abrechnung sind Credits. Wer beispielsweise täglich 50 Such-Prompts über Gemini laufen lässt, verbraucht damit im Monat 375 Credits. Kommen weitere KI-Modelle hinzu, wird es teurer. Und Claude verbraucht dabei zum Beispiel mehr Credits als Gemini. Das Pro-Paket mit 1.200 Credits kostet 99 Euro im Monat, das Enterprise-Paket mit dem größten Leistungsumfang und 12.000 Credits gibt es für 780 Euro. Credits können flexibel zugekauft werden Rankscale monitort 17 KI-Modelle.
Semrush
Etablierter SEO-Anbieter aus den USA, der im vergangenen Jahr von Adobe für knapp zwei Milliarden Dollar übernommen wurde. GEO war bei der Akquisition ein Faktor. Semrush hat in diesem Segment verschiedene Produkte im Angebot und will SEO und GEO miteinander verbinden.
Sistrix
Deutscher SEO-Spezialist aus Bonn, der mittlerweile auch verschiedene Möglichkeiten für die Analyse und Verbesserung der Sichtbarkeit in KI-Antworten im Programm hat. Das GEO-Angebot ist derzeit noch in der Beta-Phase und ohne Aufpreis in den Sistrix-Paketen enthalten. Je nach Analysebereich untersucht die Firma unterschiedliche KI-Modelle.
Trajaan
Die französische Firma wurde im Dezember 2025 vom PR-Softwareriesen Cision übernommen. Trajaan positioniert sich als „Search Intelligence Platform“ nicht allein für KI-Modelle, sondern auch für Suchmaschinen, Shopping-Kanäle und Social Media. Das KI-Monitoring beginnt bei 12.000 Euro pro Jahr für ein definiertes Token-Kontingent. Die Gesamtkosten richten sich nach dem jeweiligen Leistungsumfang. Das Tool ist einzeln sowie in Kombination mit anderen Cision-Produkten buch- und nutzbar. Trajaan analysiert derzeit neun KI-Modelle.
Unicepta
Der Media-Intelligence-Dienstleister offeriert ein GEO-Paket mit Monitoring, Analyse, Insights und Handlungsempfehlungen. Untersucht werden derzeit acht KI-Modelle mit bis zu 700 täglich ausgespielten Prompts pro Thema. Das kostet ab 1.000 Euro im Monat. Das Pricing orientiere sich laut Unicepta nicht an der Zahl der Nutzer oder Module, sondern am Umfang und der Komplexität der Themen des jeweiligen Kunden.
Tipp: Dieser Artikel erschien zuerst in der Ausgabe 3/2026 des PR Reports.