Immer mehr PR-Fachleute nutzen Künstliche Intelligenz zum Verfassen von Pressemitteilungen und Themenvorschlägen. Mehr als die Hälfte der Journalisten weltweit lehnt dies laut dem "State of the Media Report 2026" von Cision ab.
53 Prozent der im Rahmen des Reports befragten Journalisten missbilligen KI-generierte PR-Inhalte und nennen Bedenken rund um das Thema Spam, minderwertige Texte und fehlende Personalisierung. 25 Prozent der Umfrageteilnehmer haben dazu keine Meinung, und 21 Prozent befürworten den Einsatz von KI in der PR zwecks Erstellens von Medienmitteilungen und PR-Pitches. In Nordamerika sind die Journalisten am skeptischsten: Dort geben 39 Prozent der Umfrageteilnehmer an, KI-generierte PR-Inhalte "stark abzulehnen". In der Region EMEA tun dies nur 25 Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum lediglich acht Prozent. Daraus zieht Cision die Schlussfolgerung für PR-Leute: "Wer KI in der Medienarbeit einsetzt, muss besonders auf Genauigkeit, Personalisierung und einen menschlichen Ton achten."
Für seinen "State of the Media Report 2026" hat der PR-Software-Anbieter Cision im Januar und Februar dieses Jahres 1899 Journalisten aus 19 Märkten weltweit befragt, darunter Deutschland, die USA, Großbritannien und Frankreich. Die Umfragen wurden per E-Mail an Mitglieder der Cision-Mediendatenbank versandt. Zudem wurde die Umfrage Medienschaffenden in der "PR Newswire for Journalists"-Datenbank zugänglich gemacht.
Weitere Ergebnisse:
- Auf die Frage "Auf welche der folgenden Ressourcen greifen Sie am häufigsten zurück, um Story-Ideen oder Leads zu finden?" gaben 66 Prozent der befragten Journalisten an, dafür auf PR-Materialien angewiesen zu sein. Damit rangieren Pressemitteilungen, Media Kits & Co auf Platz eins der Quellen für Geschichten.
- Neben ihrer primären Tätigkeit bestücken 47 Prozent der Umfrageteilnehmer auch eine Website, 35 Prozent medieneigene Kanälen, 29 Prozent persönliche Kanäle, 23 Prozent Newsletter und 22 Prozent Podcasts. PR-Fachleute können dies dafür nutzen, sich Geschichten zu überlegen, die sich über verschiedene Formate hinweg erzählen lassen.
- 62 Prozent der Befragten nutzen Linkedin beruflich, wobei 33 Prozent das Business-Netzwerk als die wertvollste Plattform für ihre Arbeit einstufen.
Den "State of the Media Report 2026" gibt es
hier.
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