Die Association for Measurement and Evaluation of Communication (AMEC) hat Leitlinien zum Umgang mit Generative Engine Optimisation (GEO) vorgelegt.
Mit ihren GEO-Prinzipien und ihrem Leitfaden "A Practitioner’s Guide to GEO Measurement" will die Organisation nach eigenen Angaben der Kommunikationsbranche dabei helfen, GEO in Bezug auf Sichtbarkeit, Genauigkeit, Reputation und Einfluss von Unternehmen transparenter, konsequenter und strukturierter zu messen. Sie sollen dazu beitragen, dass Messungen weniger auf Vanity Metrics (Schönheitsmetriken), einfache Ranglisten oder undurchsichtige Scores ausgerichtet, sondern vielmehr mit Kommunikationszielen, Reputation, Vertrauen und organisatorischen Ergebnissen verbunden sind.
Den AMEC-Leitlinien zufolge ist KI-gestützte Informationssuche auf drei Ebenen zu bewerten:
- Reputation im Vorfeld: Wie prägen die via Earned, Shared und Owned Media ausgesandten Botschaften die Wahrnehmung einer Organisation, darunter Medienberichte, Kommentare von Dritten, Bewertungen und Experteninhalte
- Search and Content Readiness: Inwiefern ist der Auftritt einer Organisation im Digitalen strukturiert, glaubwürdig, zugänglich und für Suchmaschinen und KI-Systeme interpretierbar
- KI-Output im Downstream: Wie wird eine Organisation in von KI generierten Antworten präsentiert, einschließlich Genauigkeit, Bedeutung, Zitaten, Auslassungen und potenziellen Reputationsrisiken.
Auf Basis der sieben AMEC-Regeln sollen PR-Praktiker berurteilen können, wie Informationen über eine Organisation, eine Angelegenheit, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Person oder einen Ort in der von KI gesteuerten Suche gefunden, interpretiert, zitiert und dargestellt werden.
1. KI-generierte Suchergebnisse sollten anhand der Kommunikationsziele und der Informationsbedürfnisse der Stakeholder gemessen werden.
2. Bei der Bewertung der GEO-Messung muss die Informationslage vor der Interpretation der von der KI generierten Antworten geprüft werden.
3. Die Search and Content Readiness sollte als Indikator dafür dienen, ob zuverlässige Informationen gefunden, verstanden und zitiert werden können.
4. Die von der KI generierten Ergebnisse sind Indikatoren zur Orientierung und sollten über verschiedene Tools, Anweisungen, Märkte, Sprachen und Zeiträume transparent getestet werden.
5. Die GEO-Messung sollte zwischen Sichtbarkeit und Ergebnissen unterscheiden und die KI-Informationssuche mit Sensibilisierung, Vertrauen, Verhalten und Einfluss in Verbindung bringen.
6. Zuverlässige, vertrauenswürdige und aktuelle Quellen sind wichtiger als die Zahl an Inhalten, Werbung oder kurzfristige Sichtbarkeit.
7. Ethisches GEO verbessert die öffentliche Informationslage und darf diese nicht manipulieren, verdecken oder überfluten.
Der begleitende Leitfaden für Praktiker erläutert laut AMEC, wie diese Grundsätze in der täglichen Messarbeit angewendet werden können, darunter die Gestaltung von GEO-Messprogrammen, die Interpretation von Befunden aus verschiedenen Quellen, die verantwortungsvolle Berichterstattung über die Ergebnisse und die Vermeidung von Fehlern bei der Angabe von Zahlenwerten bei der Arbeit mit von KI generierten Ergebnissen.