Scompler unter Führung von Björn Bröhl (Foto) launcht eine KI-Lösung für das Community Management. Staffbase hat einen "AI Navigator" auf den Markt gebracht. Yesspress bietet KI-basiertes Anfragenmanagement für die Medienarbeit an.
Landau Media, Punkt PR und Mindnow
Der Media-Intelligence-Anbieter Landau Media, die PR-Agentur Punkt PR und die Digitalagentur Mindnow haben zusammen ein "All-in-One-PR-Tool" namens HeadlinQ entwickelt. Es soll den gesamten PR-Prozess – von der Erstellung über die Distribution bis zur Erfolgsmessung – datenbasiert, effizient und nachvollziehbar abbilden. "PR scheitert heute selten an Ideen, sondern an Prozessen und fehlender Datenintelligenz", sagt Maindnow-Geschäftsführer Jakob Kaya. "Unser Anspruch mit HeadlinQ war es, genau das zu lösen: ein System zu bauen, das Inhalte nicht nur verteilt, sondern versteht, bewertet und mit den richtigen Empfängern verbindet. Erst durch diese technologische Ebene wird PR wirklich skalierbar und messbar."
Demnach funktioniert HeadlinQ folgendermaßen: Im ersten Schritt wird der Pressetext erstellt und inhaltlich geschärft. Je nach Bedarf unterstützt ein integrierter AI-Assistent bei der Formulierung und Optimierung. Danach werden die Inhalte Branchen, Themenfeldern und Zielsegmenten zugeordnet, sie bilden die Grundlage für die weitere Verarbeitung. Auf Basis der Landau Media-Datenbank sowie der inhaltlichen Analyse des Pressetextes identifiziert HeadlinQ passende Journalisten. Diese werden in Form einer priorisierten Liste mit Fit Score dargestellt, der thematische Relevanz, bisherige Veröffentlichungen und weitere Parameter berücksichtigt. Auf Basis der Empfehlungen erfolgt der Versand an ausgewählte Journalisten. Der Verteiler ist dabei nicht statisch, sondern kann dynamisch aus dem Inhalt heraus abgeleitet werden. Reichweite, Resonanz und tatsächliche Medienaufnahme werden ausgewertet und als Output des Releases kenntlich gemacht.
PRCoverage Die von Kalie Moore gegründete Agentur hat eine KI-Plattform lanciert, die zeigen soll, wie Öffentlichkeitsarbeit als Quelle für KI-generierte Antworten performt. PRCoverage.ai vereint einer Mitteilung zufolge zwei Funktionen: die Erstellung von markengebundenen Medienberichterstattungs-Reports innerhalb von Minuten und die Möglichkeit, die Wirkung von Earned Media in LLMs zu messen. Jede Platzierung, die PR erzielt, wird demnach automatisch hinsichtlich der Sichtbarkeit in Chat GPT, Gemini und Claude bewertet und in fünf Einflussstufen eingestuft – von Top, bei der die KI die Berichterstattung als vertrauenswürdige Quelle direkt zitiert, bis hin zu "Noch nicht indexiert", was eine Gelegenheit zur Steigerung der Sichtbarkeit darstelle. Traditionelle Reichweitenmetriken und KI-Sichtbarkeitsdaten würden in einem anpassbaren, für den jeweiligen Kunden vorbereiteten Bericht zusammen geliefert.
PRCoverage.ai ist für PR-Agenturen, interne Kommunikationsteams und unabhängige PR-Berater gedacht, die auf Enterprise-Niveau Informationen benötigen, ohne die damit verbundenen Kosten und Komplexitäten in Kauf nehmen zu müssen. Sie sollen die notwendigen Erkenntnisse erhalten, um die Sichtbarkeit ihrer PR im Bereich KI zu verstehen, Lücken zu schließen und im Zeitalter der KI-Suche den ROI nachzuweisen. "Die von uns platzierten Geschichten und die von uns erstellten Erzählungen sind die Hauptquellen für die Tools, die Milliarden von Menschen bei ihren Entscheidungen nutzen. PR-Experten haben schon immer einen enormen Einfluss ausgeübt. Jetzt können wir ihn zum ersten Mal messen, nachweisen und strategisch nutzen", sagt PRCoverage-CEO Moore.
Scompler I Der Anbieter von Kommunikationsmanagement-Software führt "Audience Pulse“ für das Community Management ein. Es handelt sich um eine KI-gestützte Sentiment-Analyse. Sie klassifiziere eingehende Social-Media-Kommentare automatisch nach Stimmung, helfe Teams bei der Priorisierung relevanter Signale und mache Negatives schneller sichtbar. KI-Klassifizierungen seien bei Bedarf manuell anpassbar, beispielsweise wenn Kontext oder Tonalität eine genauere Bewertung erfordern.
„Viele Organisationen wissen heute sehr genau, wie viel Reichweite ihre Kommunikation erzielt. Was oft fehlt, ist ein systematisches Verständnis dafür, wie Kommunikation tatsächlich wirkt“, sagt Björn Bröhl, CEO von Scompler. „Mit Audience Pulse erweitern wir unser Strategic Comms OS um eine qualitative Messdimension. Teams können besser verstehen, wie ihre Kommunikation bei ihren Audiences ankommt und wo sie nachsteuern müssen.“
Durch die Einbettung in das System von Scompler würden Signale nicht isoliert auf Kanal- oder Kommentar-Ebene ausgewertet, sondern gebündelt entlang der Kommunikationsstruktur, in der Teams ihre Arbeit planen und steuern. So sei erkennbar, wie bestimmte Kampagnen, Themen oder Narrative aufgenommen werden.
Bestehende Nutzerinnen und Nutzer von Scompler Community Management erhalten die Funktion automatisch und ohne zusätzliche Kosten. Kunden ohne Community Management können die App über den Scompler Marketplace (siehe unten) 30 Tage kostenlos testen; interessierte Neukunden können eine Demo vereinbaren.
Scompler IIDer Münchner Softwarehersteller hat seinen Marketplace eröffnet. Das soll ein zentraler Hub sein, der Tools zu einem steuerbaren Gesamtsystem verbindet und es Kommunikationsteams ermöglicht, alle Integrationen an einem Ort zu entdecken, zu aktivieren und zu steuern. Zum Start umfasst der Marketplace Integrationen in allen zentralen Bereichen der Kommunikationsarbeit, darunter Social Media (zum Beispiel Linkedin, Instagram), Asset Management (zum Beispiel Google Drive, SharePoint oder spezialisierte DAM-Lösungen wie Frontify), Content-Management-Systeme, Analytics und Employee-Experience-Plattformen.
"Der Marketplace macht sichtbar, was bisher verborgen war – und gibt Teams die Kontrolle über ihre gesamte Tool-Landschaft", sagt Darya Yurevich, Product Manager bei Scompler. "Ein Operating System entsteht nicht durch mehr Features, sondern durch Verbindung und Steuerung. Genau das leistet der Marketplace. Er ist der Schritt, der Scompler vom einzelnen Tool zur Plattform macht, die alles zusammenhält." Parallel zum Marketplace hat Scompler ein Developer-Portal gestartet, das Partnern, Kunden und Entwicklungsteams ermöglichen soll, Integrationen für den eigenen Bedarf zu entwickeln – oder in das Scompler-Ökosystem einzubringen.
StaffbaseDer Anbieter von Software für die interne Kommunikation mit Hauptsitz in Chemnitz hat einen KI-Assistenten namens "AI Navigator" auf den Markt gebracht, der allen Mitarbeitenden Unternehmenswissen unmittelbar zugänglich machen soll. Der Assistent bündelt laut Staffbase mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Retrieval-Augmented Generation (RAG) Informationen aus verschiedenen Systemen, beantwortet Fragen in natürlicher Sprache und unterstützt bei konkreten Prozessen wie Urlaubsanträgen oder Service-Tickets. Anstatt einer langen Liste von Suchergebnissen würden Beschäftigte eine strukturierte, verständliche Antwort bekommen, die ihren individuellen Kontext wie Rolle, Standort oder Aufgabenbereich berücksichtige. Von dem Tool würde vor allem der Teil der Belegschaft profitieren, der nicht primär an einem Schreibtisch arbeitet.
Hinzu komme ein KI-basierter Podcast, der relevante Inhalte komprimiere und sie als Audio-Zusammenfassung personalisiere, teilt Staffbase mit. Mitarbeitende könnten sich diese Informationen beispielsweise während einer Fahrt oder vor Schichtbeginn anhören. Dadurch würden Unternehmen die "kritische Informationslücke zwischen dem Büro und den Frontline-Mitarbeitenden" schließen. "Den stärksten Hebel für eine positive Employee Experience nutzen Unternehmen, die KI für die Einbindung und Motivation aller Mitarbeitenden einsetzen", so Staffbase-CEO und -Mitgründer Martin Böhringer. "Auch derjenigen, die nicht am Schreibtisch sitzen und bislang kaum Zugang zu den Inhalten der internen Kommunikation ihres Arbeitgebers hatten."
YesspressAuch Anfragen von Journalisten lassen sich mit Hilfe von KI erledigen. Das jedenfalls behauptet der Softwareanbieter Yesspress und präsentiert seinen AI MediaResponder. Das Tool analysiere eingehende E-Mail-Anfragen automatisch, erkenne Sprache, Tonalität, Fristen und Themen und zerlege komplexe Anfragen in einzelne Rechercheaufträge. Anschließend durchsucht die KI einer Mitteilung zufolge semantisch eine integrierte "OneVoice Botschaftenbibliothek", Dokumentenablagen und Antworten auf ähnliche Anfragen aus der Vergangenheit und erstellt daraus freigabefähige Antwortentwürfe. Die Lösung sei ohne Training sofort einsetzbar.
"Uns war von Anfang an klar, dass niemand mit generischen KI-Antworten abgespeist werden möchte", teilt Yesspress-Geschäftsführer Thomas Massmann mit. "Unsere Lösung beantwortet jede Anfrage spezifisch auf Basis freigegebener Unternehmensinformationen und verbindet Geschwindigkeit mit redaktioneller Präzision."
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