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PR-Stimmungsbarometer 2026 (Grafik: News Aktuell)
26.03.2026   News
PR-Trendmonitor: Druck auf Budgets hält an
Gingen im vergangenen Jahr 45 Prozent der PR-Fachleute in Deutschland und der Schweiz von sinkenden Kommunikationsbudgets aus, rechnen für dieses Jahr 47 Prozent damit. Das geht aus dem PR-Trendmonitor von News Aktuell und PER hervor.
Lediglich 15 Prozent der Kommunikationsexperten erwarten, dass ihr Budget (stark) steigen wird. 37 Prozent prognostizieren, dass es im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt. Für diese Einschätzung haben die dpa-Tochter News Aktuell und die Hamburger Kommunikationsberatung PER Agency im Februar dieses Jahres im Rahmen ihrer alljährlichen "PR-Trendmonitors" 302 PR-Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz online befragt.
 
Als häufigsten Grund fürs sinkende Budget nennen 84 Prozent der Umfrageteilnehmer unternehmensweite Sparmaßnahmen. Mit großem Abstand folgen Budgetverschiebungen in andere Unternehmensbereiche (37%), Effizienzsteigerungen durch technische Hilfsmittel wie zum Beispiel KI-Systeme (35%) und Investitionen in kostengünstigere Kommunikationskanäle (28%). 24 Prozent geben an, einen geringeren Bedarf an externer PR-Unterstützung zu haben.
 
Die allgemeine Geschäftsentwicklung des eigenen Unternehmens schätzt eine Mehrheit der Befragten dagegen tendenziell positiv ein: Ein knappes Drittel geht von einer "sehr" respektive "eher guten" Entwicklung aus, 41 Prozent von einer "zufriedenstellenden". Demgegenüber steht ein knappes Viertel, das eine "sehr" beziehungsweise "eher schlechte" Geschäftsentwicklung befürchtet.

Gleichzeitig wächst die Jobunsicherheit unter den PR-Schaffenden. Zwar sieht die überwiegende Mehrheit der Befragten (71%) ihren Job weiterhin als "sehr sicher" respektive "sicher" an. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert aber noch bei 81 Prozent. Immerhin 24 Prozent der Befragten geben an, ihren derzeitigen Job als (sehr) unsicher zu betrachten, 2025 sahen nur 14 Prozent ihre Anstellung als gefährdet an.

Die wirtschaftliche Lage allgemein in der Branche oder beim jeweiligen Arbeitgeber wird mit Abstand am häufigsten als Grund für die Jobunsicherheit genannt (63%). Aber auch Budgetkürzungen und Sparmaßnahmen (44%) und Umstrukturierungen (42%) tragen laut der Umfrage dazu bei, dass sich PR-Fachleute zunehmend unsicher fühlen.

Die Ergebnisse:

Frage: Denken Sie, dass das Jahr 2026 für Sie beruflich eher besser oder
schlechter sein wird als das Jahr 2025? (n=302)
- Eindeutig besser 5%
- Eher besser 31%
- Genau gleich 34%
- Eher schlechter 22%
- Eindeutig schlechter 7%
- Weiß nicht 2%

Frage: Wie denken Sie, dass sich das Kommunikationsbudget 2026 bei Ihnen im
Unternehmen entwickeln wird/das Kommunikationsbudget Ihrer Kunden? (n=302)
- Wird stark steigen 1%
- Wird steigen 15%
- Unverändert 37%
- Wird schrumpfen 40%
- Wird stark schrumpfen 7%
- Weiß nicht 1%

Frage: Wenn (stark) schrumpfendes Kommunikationsbudget: Was sind die drei
häufigsten Gründe für das sinkende Kommunikationsbudget in Ihrem
Unternehmen/bei Ihren Kunden? (n=141/maximal drei Nennungen)
- Sparmaßnahmen im Unternehmen 84%
- Budgetverschiebungen in andere Unternehmensbereiche 37%
- Effizienzsteigerung durch technische Unterstützung (z. B. KI) 35%
- Investitionen in kostengünstigere Kommunikationskanäle (z. B. digitale Kanäle ersetzen Print oder analoge Events) 28%
- Geringerer Bedarf an externer PR-Unterstützung (mehr Inhouse) 24%
- Unzureichende Messbarkeit (Nutzen von Kommunikation zu wenig nachweisbar) 16%
- Geringere Bedeutung von Kommunikation für das Unternehmen 12%
- Reduzierung der Kommunikationsaktivitäten aufgrund von geringerem Kommunikationsbedarf 5%
- Andere 5%

Frage: Wie sicher schätzen Sie Ihren derzeitigen Job im Jahr 2026 ein? (n=302)
- Sehr sicher 18%
- Sicher 53%
- Unsicher 21%
- Sehr unsicher 3%
- Weiß nicht 5%

Frage: Wenn (sehr) sicher: Warum schätzen Sie Ihren derzeitigen Job als
sicher ein? (n=215; Mehrfachnennungen möglich)
- Ich habe eine unbefristete Stelle bzw. langjährige  Betriebszugehörigkeit 66%
- Mein Aufgabenbereich ist strategisch wichtig für das Unternehmen 58%
- Mein Aufgabenprofil entwickelt sich kontinuierlich weiter (z. B. neue Kanäle, Formate, Technologien) 42%
- Mein Arbeitgeber ist wirtschaftlich sehr stabil 37%
- Mein Job ist nur begrenzt automatisierbar 34%
- Presse- und Medienarbeit gewinnt durch KI und Desinformation an Bedeutung 24%
- Ich arbeite in einer krisenresistenten Branche 19%
- Andere 6%
- Keine der genannten 1%

Frage: Wenn (sehr) unsicher: Warum schätzen Sie Ihren derzeitigen Job als
unsicher ein? (n=73; Mehrfachnennungen möglich)
- Wirtschaftlich angespannte Lage in der Branche oder bei meinem Arbeitgeber 63%
- Budgetkürzungen oder Sparmaßnahmen im Kommunikationsbereich/bei Kunden 44%
- Umstrukturierungen oder Reorganisationen im Unternehmen/bei Kunden 42%
- Sinkender Stellenwert von PR / Kommunikation in meinem Unternehmen 29%
- Outsourcing von Kommunikationsleistungen (z. B. an externe Dienstleister oder KI-Tools)/Kunden ersetzen zunehmend Agentur-Dienstleistungen mit KI-Tools 25%
- Teile meines Aufgabenbereichs können durch KI oder Automatisierung ersetzt werden 23%
- Befristetes Arbeitsverhältnis/projektbasierte Beschäftigung 11%
- Andere 4 %


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