Budgetkürzungen, Sparmaßnahmen, Umstrukturierungen: Laut dem PR-Trendmonitor sieht eine steigende Zahl von Menschen in der Branche ihren Arbeitsplatz gefährdet.
Gingen im vergangenen Jahr 45 Prozent der PR-Fachleute in Deutschland und der Schweiz von sinkenden Kommunikationsbudgets aus, rechnen für dieses Jahr 47 Prozent damit. Lediglich 15 Prozent der Kommunikationsexperten erwarten, dass ihr Budget (stark) steigen wird. 37 Prozent prognostizieren, dass es im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt.
Für diese Einschätzung haben die dpa-Tochter News Aktuell und die Hamburger Kommunikationsberatung PER Agency im Februar dieses Jahres im Rahmen ihrer alljährlichen "PR-Trendmonitors" 302 PR-Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz online befragt.
Als häufigsten Grund fürs sinkende Budget nennen 84 Prozent der Umfrageteilnehmer unternehmensweite Sparmaßnahmen. Mit großem Abstand folgen Budgetverschiebungen in andere Unternehmensbereiche (37%), Effizienzsteigerungen durch technische Hilfsmittel wie zum Beispiel KI-Systeme (35%) und Investitionen in kostengünstigere Kommunikationskanäle (28%). 24 Prozent geben an, einen geringeren Bedarf an externer PR-Unterstützung zu haben.
Die allgemeine Geschäftsentwicklung des eigenen Unternehmens schätzt eine Mehrheit der Befragten dagegen tendenziell positiv ein: Ein knappes Drittel geht von einer "sehr" respektive "eher guten" Entwicklung aus, 41 Prozent von einer "zufriedenstellenden". Demgegenüber steht ein knappes Viertel, das eine "sehr" beziehungsweise "eher schlechte" Geschäftsentwicklung befürchtet.
Gleichzeitig wächst die Jobunsicherheit unter den PR-Schaffenden. Zwar sieht die überwiegende Mehrheit der Befragten (71%) ihren Job weiterhin als "sehr sicher" respektive "sicher" an. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert aber noch bei 81 Prozent. Immerhin 24 Prozent der Befragten geben an, ihren derzeitigen Job als (sehr) unsicher zu betrachten, 2025 sahen nur 14 Prozent ihre Anstellung als gefährdet an.
Die wirtschaftliche Lage allgemein in der Branche oder beim jeweiligen Arbeitgeber wird mit Abstand am häufigsten als Grund für die Jobunsicherheit genannt (63%). Aber auch Budgetkürzungen und Sparmaßnahmen (44%) und Umstrukturierungen (42%) tragen laut der Umfrage dazu bei, dass sich PR-Fachleute zunehmend unsicher fühlen.
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