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Vertrauen verschiebt sich zu KI (Grafik: Ketchum)
17.03.2026   News
Studie: Ohne GEO droht Irrelevanz
Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz als Konsumratgeber wächst. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung des Forschungsinstituts Yougov zur "Rolle von KI bei Kaufentscheidungen" im Auftrag der Agentur Ketchum.
Verbraucher vertrauen laut der Studie bei Kaufentscheidungen inzwischen eher Künstlicher Intelligenz als Social-Media-Influencern und klassischer Werbung. Demnach gibt etwa jeder fünfte Befragte (18%) an, den Antworten von KI-Systemen bei Kaufentscheidungen "absolut" oder "eher" zu vertrauen. Social Media und Influencern glauben elf Prozent der Umfrageteilnehmer, klassischer Werbung 13 Prozent. Das bedeutet den Studienautoren zufolge für Unternehmen, dass sie Sichtbarkeit in kaufrelevanten Momenten mehr und mehr über von KI erzeugte Antworten erzielen. Für die Untersuchung hat Yougov Anfang Februar insgesamt 1070 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland online befragt.

Weitere Ergebnisse:

46 Prozent der Personen, die KI anwenden, nutzen Modelle wie Chat GPT auch bei Kaufentscheidungen. Besonders bei den gebildeten Gutverdienenden ist die Hilfe der KI-Modelle laut der Umfrage beliebt: Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4000 Euro oder einem akademischen Abschluss nannten KI überdurchschnittlich häufig als Informationsquelle. Unter den 25- bis 34-Jährigen verlassen sich etwa zwei Drittel derjenigen, die die Tools grundsätzlich nutzen, auch bei konkreten Kaufentscheidungen darauf.
 
Nahezu die Hälfte der KI-Nutzer verwendet LLMs, um Produkte zu vergleichen. 45 Prozent verschaffen sich mit ihrer Hilfe eine Orientierung, 44 Prozent lassen Preis und Leistung beurteilen, und 42 Prozent recherchieren Erfahrungen anderer Konsumenten.
 
52 Prozent der KI-Nutzenden erwarten von KI-Tools eine nachvollziehbare Begründung für die Empfehlung, 47 Prozent wünschen zu jeder Empfehlung der KI vergleichbare Alternativen, und 53 Prozent aller Befragten äußern Sorgen vor manipulierten Antworten.
 
72 Prozent derer, die KI für Kaufentscheidungen anwenden, wünschen sich, dass Unternehmen ihre Informationen korrekt, vollständig und transparent für die KI-Modelle aufbereiten. Werbung in Gemini & Co hingegen genießt wenig Akzeptanz: 53 Prozent empfinden Werbung in KI-Antworten als störend.
 
Die Studienautoren erkennen in den Ergebnissen den Beginn einer Neuordnung der Informationsarchitektur. "Wir erleben den wahrscheinlich größten Paradigmenwechsel seit Einführung der Suchmaschinen: Die Antwort verdrängt die Anzeige", teilt Matthias Wesselmann, CEO von Ketchum Germany, mit. "Relevanz entsteht nicht mehr über Reichweite, sondern über maschinenlesbar aufbereitete Inhalte, die KI in kaufentscheidenden Momenten verwenden kann. Wer seine Inhalte nicht KI-gerecht strukturiert, verliert den Zugang zu einer Zielgruppe, die überproportional kaufkräftig ist."
 
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