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Matthias Biebl (Foto: Alexander Dörrer)
06.03.2026   Wissen & Praxis
GEO: Vorsicht vor diesem Fehlschluss!
Es scheint, als sei der Code für KI-Suchen entschlüsselt. Doch aktuelle Studien zu KI-Quellen sind keine Blaupause für die eigene Kommunikationsstrategie, warnt Matthias Biebl.
Das Thema GEO (Generative Engine Optimization) ist für viele Kommunikationsabteilungen das Top-Thema des Jahres 2026. Das zeigt sich auch an der großen Nachfrage nach der aktuellen PR Report Werkstatt „GEO-Leitfaden für PR-Profis“ und dem dazugehörigen PR Werkstatt Deep Dive, der erstmals am 18. März als Webinar stattfindet.
 
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht neue spannende Studien zu diesem Thema veröffentlicht werden. Doch Kommunikationsverantwortliche sollten aufpassen, aus den Ergebnissen die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
 
51,1 Prozent der von KI-Modellen wie Chat GPT und Perplexity zitierten Quellen stammen aus dem Unternehmensumfeld. Das ist das Ergebnis einer Analyse von 70.000 KI-Antworten, die das Kölner Unternehmen Blinq im Februar veröffentlicht hat.
 
Eine andere Untersuchung von Bernstein Analytics zeigte, dass tagesschau.de, spiegel.de und fr.de die meistzitierten deutschsprachigen Medienquellen in KI-Suchen sind. Eine Studie des amerikanischen Unternehmens Semrush offenbarte, dass Linkedin die am zweithäufigsten zitierte Quelle in mehr als 100 Millionen analysierten KI-Antworten ist – hinter Reddit.
 
Ohne individuelle Analyse geht es nicht
Es scheint also, als sei der Code für KI-Suchen entschlüsselt. Doch man sollte sich davor hüten, diese Ergebnisse als Blaupause für die eigene Kommunikationsstrategie zu verwenden. Die Sache ist deutlich komplexer. Es führt kein Weg daran vorbei, eine individuelle Analyse aufzusetzen, die auf das eigene Unternehmen, die spezifische Branche, die Produkte und idealerweise auf die eigene Kommunikationsstrategie zugeschnitten ist.
 
Dann zeigt sich, dass ganz andere, meist branchenspezifische Quellen eine wichtige Rolle spielen, die in den Rankings globaler Studien nicht auftauchen. Oder wie im Fall eines Kunden aus dem Bereich Electronics: Es dominieren internationale Medien, die die Kommunikationsabteilung bislang nicht im Fokus hatte.
 
Mithilfe existierender Tools lassen sich Kennzahlen wie Sichtbarkeit, Sentiment und Platzierung in den KI-Antworten messen. Doch auch dabei stellt sich die Frage: Wie aussagekräftig sind diese Ergebnisse überhaupt, wenn die identische KI-Suche jedes Mal ein anderes Ergebnis liefert? Und wie sind die Zahlen zu interpretieren: Ist eine KI-Sichtbarkeit von 12 Prozent ein guter Wert? Lässt sich ein 100-prozentig positives Sentiment überhaupt erreichen oder ist die Nennung negativer Themen Teil des sogenannten System-Prompts der KI-Anbieter, um ausgewogene Antworten zu liefern?
 
PR Werkstatt Deep Dive liefert konkrete Antworten
GEO ist ein zunehmend wichtiges Thema für die strategische Kommunikationsplanung und -steuerung. Wer das Thema ernst nimmt, kommt nicht umhin, sich detailliert mit individuellen Analysen zu beschäftigen. Neben den quantitativen Ergebnissen liefert vor allem die inhaltliche Auswertung der KI-Antworten die entscheidenden Erkenntnisse. So lässt sich beispielsweise frühzeitig feststellen, ob die eigenen Narrative aufgegriffen werden und welche Hebel wirklich relevant sind, um die Reputation zu beeinflussen.
 
Genau darum und wie sich diese Erkenntnisse einerseits auf die Kommunikationsstrategie auswirken und andererseits in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden sollten, wird es beim ersten PR-Werkstatt Deep Dive zum Thema „GEO in der Praxis“ gehen. Das Webinar findet am 18. März von 11 bis 12:30 Uhr statt.
 
Tickets gibt es im Oberauer-Shop. Ebenso wie ein besonderes Angebot: Wenn Sie jetzt ein Abo des PR Reports abschließen, schenken wir Ihnen die Teilnahme am Deep Dive.
 

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