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Top 10 des "Corporate Benchmark 2025" (Quelle: Net Federation)
31.01.2026   News
Wer die beste Corporate Website hat
Die Deutsche Telekom steht erneut an der Spitze der Net Federation-Rangliste der deutschen Konzerne mit der besten Unternehmens-Webseite – zum sechsten Mal in Folge.
Auf 787 von 1000 möglichen Punkten hat es der Auftritt der Deutsche Telekom AG gebracht (Vorjahr: 770 Punkte) und rangiert aufgrund seiner, wie es heißt, strategischen Gesamtleistung auf Platz eins. Die Site habe eine "klare Struktur, hohe inhaltliche Tiefe und eine stringente strategische Klammer", teilt die Kölner Beratungsfirma Net Federation mit. Sie verbinde Unternehmensstrategie, technologische Kompetenz und gesellschaftliche Verantwortung besonders gut.

Auf Rang zwei mit 714 Punkten liegt der Handelsriese Rewe (Vorjahr: Platz drei/681 Punkte).  Ausschlaggebend für die Platzierung ist laut Net Federation vor allem die ausgeprägte Nutzerorientierung der Corporate Website. Dahinter folgt der Autobauer Porsche (707/2024: 676). Mit einem redaktionell geprägten Ansatz punkte die Corporate Website durch ihre inhaltlichen Inszenierung und thematische Fokussierung. Das Schlusslicht der Tabelle bildet die Hannover Rück.

Im Rahmen seiner jährlichen Studie "Corporate Benchmark" beleuchtet Net Federation nach eigenen Angaben die wichtigsten Trends und Best Practices auf Corporate Websites und analysiert die digitale Unternehmenskommunikation in Deutschland. Für ihren "Corporate Benchmark 2025" hat die Beratungsfirma vom zweiten bis vierten Quartal vergangenen Jahres die Online-Präsenzen von 50 großen deutschen Unternehmen mit Konzernstruktur unter die Lupe genommen und anhand eines Fragenkatalogs mit 435 Kriterien untersucht. Untersuchungsgegenstände sind "KI-Readiness", Barrierefreiheit und inhaltliche Konsistenz.

Die Corporate Website ist Net Federation zufolge aktuell weniger Kampagnenfläche, sondern mehr Referenz für Stakeholder und zunehmend auch für KI-Systeme. Wer seine Inhalte nicht so bereitstelle, dass sie auffindbar, verständlich und vergleichbar sind, verliere nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Relevanz. Die größte strukturelle Schwachstelle sehen die Kölner beim Thema Mobile Performance: Während am Desktop 66 Prozent der untersuchten Angebote akzeptable Ladezeiten erreichten, seien es mobil nur 26 Prozent. "Die Corporate Website wird zur Referenz – genau deshalb ist die technische Basis keine Hygiene mehr, sondern Reputationslogik", teilt NetFed-Geschäftsführer Christian Berens mit. "Wer mobil nicht lädt, wird nicht gefunden. Wer Strategie als Textmenge präsentiert, wird nicht verstanden. Wer Daten versteckt, wird nicht verglichen."

Ein weiteres Ergebnis: Während 76 Prozent der Unternehmen über Künstliche Intelligenz kommunizieren, nutzen nur sechs Prozent eine KI-gestützte Suche. Gleichzeitig würden Chat GPT, Gemini, Claude und Perplexity bereits heute alle Inhalte durchsuchen und Außenwahrnehmung – mit oder ohne aktive Mitwirkung der Unternehmen - prägen. "KI-Readiness beginnt nicht bei Tools, sondern bei Quellenqualität", betont Berens. "Wer Inhalte nicht so aufbereitet, dass sie gefunden, verstanden und verglichen werden können, verliert Kontrolle über die eigene Wahrnehmung." Vorreiter wie Siemens zeigten mit ihrer KI-gestützten Suche, wie komplexe Konzernstrukturen durch intelligente Suche durchdringbar werden.
 
Als Vorreiter für digitale Exzellenz bezeichnet Net Federation folgende Sites unter bestimmten Aspekten:
„- Eon macht im Über-Uns-Bereich vor, was strukturelle Klarheit bedeutet: Ziele, Zweck, Politik und Nachhaltigkeit in einer Logik
- Vonovia zeigt mit dem ESG-Factbook, was Nachweis statt Behauptung bedeutet: Alle Kennzahlen strukturiert, vergleichbar, online zugänglich
- Otto gibt Auszubildenden eine authentische Stimme – keine Hochglanzinszenierung, sondern echte Einblicke
- Deutsche Bahn beweist: KI-Chatbots funktionieren, wenn sie eine Sache simpel halten – schnelle Bewerbung per Chat."
 
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