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News / Bedeutung von DE&I nimmt ab
Cornelia Kunze (Foto: Oliver Lassen)
05.01.2026   News
Bedeutung von DE&I nimmt ab
Den Themen Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DE&I) wird in der Kommunikation weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Das ergab eine Umfrage des Netzwerks GWPR, dessen deutsche Sektion von Cornelia Kunze geführt wird.
63 Prozent der PR-Expertinnen weltweit haben im vergangenen Jahr angegeben, dass ihr Unternehmen DE&I-Richtlinien hat (2024: 65%). Allerdings beobachtete ein Fünftel der Umfrageteilnehmerinnen, dass Erwähnungen von Diversity und Inclusion in den Kommunikationsmaterialien ihrer Company gestrichen wurden.
 
In Deutschland stellten den Trend sogar 34 Prozent der dort Befragten fest. "Dieser Rückgang von DEI-Themen zeichnete sich ab", kommentiert Kunze, Vorsitzende von GWPR Deutschland, die Ergebnisse. "Wir hoffen, dass die Unternehmen, die weiterhin einen Fokus auf DEI legen, für ihr Engagement am Markt belohnt werden. Auch unsere Studie zeigt, wie groß der Bedarf ist."
 
Was DE&I-Zielsetzungen angeht, gibt es weltweit ebenfalls einen rückläufigen Trend, insbesondere in den Kategorien Alter, sexuelle Orientierung und Geschlecht. In diesen Kategorien reduzierte sich die Zahl der Befragten, die bei Arbeitgebern mit entsprechenden Zielen beschäftigt sind, im Vergleich zu 2024 jeweils um sieben Prozentpunkte.
 
Für den "Annual Index 2025" des Netzwerks Global Women in PR (GWPR) hat die Marktforschungsagentur Opinium Research im Zeitraum von Juli bis September vergangenen Jahres eine Online-Umfrage durchgeführt. Insgesamt knapp 560 PR-Frauen aus mehr als 20 Ländern beteiligten sich daran. 44 Prozent der Teilnehmerinnen sind in Agenturen tätig, 41 in Unternehmen und Organisationen.

In Deutschland gaben 94 Prozent der Befragten an, dass hauptsächlich die Kinderbetreuung und Pflegeaufgaben Frauen daran hindern, Führungspositionen in der Kommunikation zu übernehmen. 74 Prozent sehen das Fehlen flexibler Arbeitsmodelle oder familienfreundlicher Arbeitsbedingungen als Hindernisse für den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen.

41 Prozent der international befragten Frauen haben eine Karrierepause eingelegt (Deutschland: 35%), doch mehr als die Hälfte der Unternehmen bietet nach Angaben der Befragten keine Programme zur Rückkehr ins Berufsleben an. In Deutschland halten gar nur 34 Prozent der Firmen Rückkehrer-Programme vor. Die Folge ist GWPR zufolge, dass Frauen nach einer Pause die Karriereleiter häufig eher hinabsteigen als hinauf.
 
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