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News / Public Affairs-Standesvertretung prüft den Fall
Nationalrätin Markwalder Christa fühlt sich hintergangen. Foto: www.parlament.ch
08.05.2015   News
Public Affairs-Standesvertretung prüft den Fall
 
Was ist dran an den Vorwürfen gegenüber der FDP-Nationalrätin Christa Markwalder? Die Schweizerische Public Affairs Gesellschaft (SPAG) will jetzt der Frage nachgehen, ob eines ihrer Mitglieder, konkret: Burson-Marsteller, in der Affäre gegen die Standesregeln verstoßen habe. Markwalder soll Medienberichten zufolge im Juni 2013 eine Anfrage an die Regierung zu den Beziehungen zwischen der Schweiz und dem autokratisch geführten Kasachstan eingereicht haben, deren Text in Wirklichkeit von der Agentur verfasst worden sein soll.

Burson-Marsteller arbeitete nach eigenen Angaben für die kasachische Partei Ak Schol und betont, dies auch klar kommuniziert zu haben. Die Agentur und die Kasachen selbst sollen, wie es heißt, den Text von Markwalders Interpellation überarbeitet haben. Die 39-jährige Nationalrätin wiederum behauptet, dass sie über den Grad der Beteiligung Kasachstans an der Formulierung ihres Vorstoßes nicht vollständig informiert gewesen sei.

Die Standeskommission des SPAG, die erst seit März dieses Jahres existiert und vom Verband unabhängig sein soll, wird nun prüfen, ob Burson-Marsteller seine Sorgfaltspflichten als SPAG-Mitglied nicht beachtet hat, indem die PA-Experten beispielsweise beim Erstkontakt mit der Nationalrätin ihren Auftraggeber verschwiegen hätten.

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