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06.05.2015   News
Sender veranschaulicht Netzwerke der Strippenzieher
 
Eine Datenbank soll jetzt für mehr Durchblick im Dickicht der politischen Interessen sorgen. Mit seinem auf der Konferenz re:publica vorgestellten Lobbyradar will das ZDF diese Transparenz herstellen. Ein Browser-Plugin überprüft die Inhalte einer Internetseite mit den Einträgen in der Lobbyradar-Datenbank und zeigt beim Lesen von Online-Berichten zusätzliche Informationen über im Text genannte Personen oder Organisationen und deren Verbindungen an.

"So manche Nachricht erscheint in anderem Licht, wenn man die Vernetzungen kennt zwischen Politik, Wirtschaft, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen", sagt der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen. In die Datenbank, die Informationen zu Parteispenden, im Bundestag registrierten Lobby-Organisationen, Nebeneinkünften von Abgeordneten und Seitenwechslern bündelt, sind mehrere öffentlich zugängliche Listen und Datenbanken eingeflossen. Darüber hinaus hat das Lobbyradar-Team Beziehungen recherchiert. So sind Tausende von Namen und deren Verbindungen zusammengekommen, die auch regelmäßig auf ihre Richtigkeit hin geprüft werden. Aus der Datenmenge entstand eine interaktive Netzgrafik, die die Verbindungen anschaulich darstellt.

ZDF-Lobbyradar ist aus einer Kooperation von heute.de mit dem Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) erwachsen. Die Journalisten Dominik Wurnig, Jan Schneider und Michael Hartlep wurden innerhalb dieses Projekts im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung gefördert. Umgesetzt wurde die Anwendung von der Agentur für Datenjournalismus OpenDataCity. Weitere Partner sind die Agenturen "dreimorgen" und "wegewerk".
 

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