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News / Mobilisieren und Akzeptanz schaffen
29.04.2015   News
Mobilisieren und Akzeptanz schaffen
 
Politik und Gesellschaft im Visier Es ist eine der Königsdisziplinen des Kommunikationsmanagements: Public Affairs werden bei den PR Report Awards 2015 in drei Kategorien gewürdigt „Politische Kommunikation“, „Kommunikation im öffentlichen Raum“ und „Digital Public Affairs“ sind die Rubriken, in denen in dieser Saison Auszeichnungen vergeben werden (in der neu eingeführten Kategorie „Regierungsbeziehungen“ konnte sich die Jury nicht auf Finalisten verständigen). Die Themen und Mechanismen, mit denen die nominierten Kampagnen operieren, zeigen, dass diese Wettbewerbskategorien durchaus trennscharf sind.
Inhaltlich entstammen die „Public Affairs“-Finalisten verschiedensten Branchen und Themenwelten. Die Palette der Sujets reicht von Raubkunst über Gewalt gegen Frauen bis hin zur Erdgasförderung. Bei einem Drittel der Kampagnen ging es vorwiegend darum, Interesse und Aufmerksamkeit zu erzeugen; der größere Teil der eingereichten Kommunikationsaufträge gliedert sich auf in noch spezifischere Ziele von Public Affairs wie „Akzeptanz schaffen“ oder „politisch mobilisieren“ (siehe Kasten).
Zwei Beiträge wurden sowohl in „Politischer Kommunikation“ als auch in „Digital Public Affairs“ nominiert, weil sie beide Facetten bedienen, in beiden Kategorien eingereicht wurden und sich wie die anderen Finalisten im ersten, online-basierten Wahlgang durchgesetzt hatten: „Macht der Spiele“ und „Bewahrt Fehmarn!“ In beiden Kategorien hat die Insel-Initiative gewonnen – bei „Digital“ ganz eindeutig, im anderen Fall denkbar knapp gegen einen anderen Konkurrenten.
Bereits als die Shortlist veröffentlicht wurde, raunte mancher in der Szene: „Erkaufen“ sich Einreicher, die mit mehreren Wettbewerbsbeiträgen ins Rennen gehen, bessere Chancen auf eine Nominierung und damit auch auf einen Award? Dem sei hier klar widersprochen: Die Nominierung erfolgt durch verschiedene Vorjury-Gruppen, deren Mitglieder ihre Favoriten in ausgewählten, inhaltlich gemischten Kategorien wählen, ohne die Beiträge in den übrigen Kategorien zu kennen. Für die Gesamtjury wird also erst im Finale deutlich, falls sich ein Beitrag in mehreren Umfeldern durchgesetzt hat – was wiederum nicht gegen die betreffende Kampagne sprechen kann. In der Endrunde ist die Diskussion der 30-köpfigen Jury offen, die Wahl geheim.

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