Palmer Hargreaves hat zum fünften Mal das Linkedin-Verhalten von CEOs deutscher Unternehmen analysiert. Markus Krebber von RWE ist zum dritten Mal Spitzenreiter. Dahinter rangieren Tim Höttges (Deutsche Telekom) und Daniel Grieder (Hugo Boss).
Für ihren CEO-
"LinkedIndex'25" hat die Agentur Palmer Hargreaves die Kommunikation von 102 CEOs aus Dax, MDax und TecDax auf Linkedin im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024 analysiert, wobei 45 davon entweder kein Profil in dem Business-Netzwerk hatten oder nicht aktiv waren. Bei den 57 gepflegten Profilen wertete die Agentur nach eigenen Angaben insgesamt etwa 2.566 Beiträge, 57.747 Interaktionen der Profileigentümer und 2,2 Millionen Reaktionen des Publikums aus. Die Bewertung der kommunikativen Leistungen basiert auf fünf Indexfaktoren: die Anzahl der Follower, die Anzahl der Beiträge, die Engagement Rate, die Aktivität des Publikums und die Interaktionen der Profilinhaber.
Der Analyse zufolge hat Krebber – wie schon in beiden Vorjahren – am erfolgreichsten auf Linkedin kommuniziert. Mit Beiträgen zur Energiewende und Versorgungssicherheit positioniert sich der RWE-Vorstandsvorsitzende laut Palmer Hargreaves als Architekt der Transformation – "sachlich, engagiert und lösungsorientiert". Auf Rang zwei folgt – wie vergangenes Jahr – Tim Höttges, CEO der Deutschen Telekom. Er nutze die Plattform für technologiegetriebene Themen und gesellschaftspolitische Impulse. Seine Beiträge würden strategische Tiefe mit empathischer Sprache verbinden. Auf Platz drei landet Hugo Boss-Chef Daniel Grieder (Vorjahr: Platz 21). Er zeigt nach Agenturangaben, wie Vorstandskommunikation heute auch als Lifestyle-Narrativ funktionieren kann.
Die Plätze vier bis zehn nehmen ein: Carsten Knobel (Henkel), Christian Klein (SAP), Michael Sen (Fresenius), Markus Kamieth (BASF), Dominik von Achten (Heidelberg Materials), Markus Steilemann (Covestro) und Torsten Leue (Talanx).
Linkedin sei vielerorts zum festen Bestandteil moderner Führungskommunikation geworden, resümiert Palmer Hargreaves. Das Mittelfeld des untersuchten Sample werde stärker, immer mehr Vorstände würden regelmäßig posten, mit neuen Formaten experimentieren und aktiv den Austausch mit ihren Netzwerken suchen. Die Zahl der Beiträge sei zwar im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben, aber Reichweite, Engagement und Dialogintensität seien deutlich angestiegen.
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