Eine zehnköpfige Jury des Bundesverbands für Medientraining in Deutschland (BMTD) hat zum vierten Mal die meistgeklickten Social-Media-Videos der Dax-40-Chefs bewertet.
Siemens-Chef Roland Busch hat es laut BMTD mit einer
engagierten Präsentation vor einer riesigen Videoleinwand an die Spitze der "CEO Digital Video Index 2025"-Rangliste geschafft. Platz zwei belegt Telekom-Boss Timotheus Höttges mit einem
Technik-Check, für den er unters Dach der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena kletterte. Auf Platz drei rangiert Daimler Truck-CEO Karin Rådström mit einem
Video, für das sie sich ans Lenkrad eines elektrobetriebenen 40-Tonners setzte.
Für den Index hat eine Jury aus Medientrainern das jeweils meistbetrachtete Video der Dax-40-Vorstandsvorsitzenden aus dem Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024 analysiert. Berücksichtigt wurden die Kanäle Youtube, Linkedin, Facebook, Instagram, X und Tiktok.
Die Jury aus Katrin Prüfig, Janine Stolpe-Krüger, Ingo Bosch, Ulrich Grünewald, Manfred Baumann, Delia Dittrich, Stefan Klager, Irene Kayser, Oliver Niebuhr und Gesa Eberl bewertete die drei Ebenen der Kommunikation – visuell, sprachlich, akustisch – anhand von Fragen wie: Wer nutzt überzeugend Körperhaltung und -spannung, Gestik, Mimik und Blickkontakt vor der Kamera? Wer vermittelt seine Botschaften klar und verständlich? Und wer punktet mit Stimme und Sprechweise? Pro Kategorie waren maximal 100 Punkte erreichbar.
Busch bekam insgesamt 258,8 Punkte. Höttges ist diesmal mit 247,7 Punkten auf dem zweiten Platz gelandet. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom ist wie Mercedes-Chef Ola Källenius zum vierten Mal seit Bestehen des Indizes in den Top Ten, Ex-BASF-CEO Martin Brudermüller und BMW-Chef Oliver Zipse jeweils zum dritten Mal.
Weitere Ergebnisse:
- Mehr als die Hälfte der Dax-40-CEOs stellt regelmäßig Videos auf einem oder mehreren Social-Media-Kanälen ein. Nur einer hat 2024 kein einziges Video gepostet. Die Videos erreichten 4,72 Millionen Nutzer.
- Nicht einmal bei jedem zweiten CEO (41%) blieb bei der Jury die gleiche Botschaft hängen. Die Gründe: zu viel Information in langen verschachtelten Sätzen, Passivkonstruktionen und Nominalstil sowie stiefmütterlich genutzte Mittel wie Storytelling, Metaphern und Vergleiche.
- Sechs der CEOs unter den Top Ten haben eine klar erkennbare Inszenierung umgesetzt. Über die drei Erstplatzierten hinaus sind Mercedes-Benz-Lenker Ola Källenius und Eon-Chef Leonhard Birnbaum gute Beispiele.
Tipp: Eine detaillierte Analyse der Top-10 lesen Sie
im aktuellen PR Report. Was war gut, was war verbesserungswürdig und was können sich andere abschauen.
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