Jan Runau, seit 33 Jahren in Diensten von Adidas, geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Sein Nachfolger heißt Sebastian Steffen (r.). Wer der neue PR-Chef ist und was Runau künftig machen möchte.
Steffen begann seine berufliche Laufbahn bei Adidas, wo er zwischen 2002 und 2007 als Investor Relations Manager und PR Manager für das Unternehmen tätig war. Anschließend arbeitete er als IR-Chef für die Lufthansa und von 2009 an für die Deutsche Post DHL, wo er als Pressesprecher für Finanzthemen und den Bereich Global Business Service startete. Er fungierte dort zuletzt als Head of Media Relations Corporate Issues, ehe er 2015 als Leiter des Bereichs Investor Relations zum Sportartikelkonzern mit Sitz in Herzogenaurach zurückkehrte.
Künftig wird der 48-Jährige zusätzlich das Corporate Communications Team von Adidas führen. In seiner erweiterten Rolle als Senior Vice President Investor Relations & Corporate Communications wird Steffen an CEO Bjørn Gulden berichten.
Runau fing 1991 bei Adidas als PR Manager Deutschland an. Ganz kurz war er mal für Hugo Boss tätig. Seit August 2000 leitete er die Unternehmenskommunikation, zunächst als Head of Corporate and Global PR, dann als Chief Corporate Communication Officer.
Damit ist der 58-Jährige, der in seiner Freizeit zahlreiche Marathons und einen Ironman-Triathlon durchgestanden hat, der dienstälteste Kommunikationschef im Dax. Viermal wurde Runau von Journalistinnen und Journalisten zum
Sprecher des Jahres gewählt. Weitere Auszeichnungen sind zwei „Deutsche Image Awards“ für die beste strategische CEO-Kommunikation, mehrere Deutsche PR-Preise und der BDKom-Award für das beste Media Relations Team.
Gulden sagte: „Ich möchte Jan für seinen großen Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens in den vergangenen drei Jahrzehnten danken und ihm zu seiner Karriere bei den 3-Streifen gratulieren. Jan wird immer ein Teil der Adidas-Familie sein.“
Auf Linkedin schrieb Runau: „2024 war ein fantastisches Jahr für den Sport: die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland, die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris, der 75. Geburtstag von Adidas, der Turnaround von Adidas in vollem Gange – das waren Ereignisse, die sich so schnell nicht wiederholen lassen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, den Job loszulassen, der für mich immer mehr Leidenschaft als Beruf war und der mein Leben und das Leben meiner Familie über drei Jahrzehnte lang geprägt hat – mit allen Vor- und Nachteilen.“
Er wolle künftig mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, Sport treiben und Tennistraining für Kinder geben. „Zudem möchte ich die Arbeit für unsere Familie-Runau-Stiftung, die sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche durch Sport- und Bildungsangebote unterstützt, intensivieren. Und dann will ich noch mein MBA-Studium in Sportmanagement abschließen.“
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