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Gendersprache in der PR (Grafik: News Aktuell)
12.09.2024   News
PR-Leute gendern uneinheitlich
52 Prozent der PR-Fachleute in Deutschland und der Schweiz geben an, ab und zu Gendersprache oder gendersensible Sprache in der professionellen Kommunikation anzuwenden. Das geht aus dem PR-Trendmonitor von News Aktuell und PER hervor.
Im Rahmen ihrer alljährlichen Studie haben die dpa-Tochter und die Hamburger Kommunikationsberatung im Februar dieses Jahres 327 Kommunikationsfachleute aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz online befragt. Demnach gendern 28 Prozent durchgängig. Fünf Prozent tun es nicht, und 13 Prozent planen es auch nicht für die Zukunft. Zwei Prozent der Befragten geben an, in der Kommunikation zu einer nicht-geschlechtergerechten Sprache zurückzukehren.
 
Laut dem PR-Trendmonitor schreibt knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer (49%) der gendersensiblen Sprache eine Relevanz in der Kommunikation zu. Etwas mehr als ein Drittel (35%) stuft Gendern in der ex- und internen Kommunikation als eher unwichtig oder völlig unwichtig ein. 15 Prozent halten gendersensible Kommunikation weder für wichtig noch für unwichtig.

In deutlich mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen und PR-Agenturen (59%) existieren explizite Richtlinien für eine gendersensible Kommunikation. Dem stehen 40 Prozent gegenüber, die solche Richtlinien nicht haben.

Diejenigen, die keine Gendersprache einsetzen, nennen als Hauptgrund die erschwerte Lesbarkeit der Texte (69%). Weitere Gründe sind die fehlende Überzeugung der Kommunikationsverantwortlichen selbst (45%) sowie des Managements (42%). Diejenigen, die bewusst Gendersprache in der Kommunikation einsetzen, tun dies hauptsächlich, um ihre Unternehmenswerte widerzuspiegeln (46%) oder weil sie darin einen Vorteil für die Ansprache verschiedener Zielgruppen sehen (43%).

Ergebnisse im Detail:
Warum wird in Ihrem Unternehmen auf Gendersprache bzw. gendersensible Sprache verzichtet? (Mehrfachnennung möglich)
Lesbarkeit der Texte wird erschwert 69% Entspricht nicht der Überzeugung der Kommunikationsverantwortlichen 45% Entspricht nicht der Überzeugung des Managements 42% Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lehnen es ab 41% Kundinnen und Kunden lehnen es ab 36% Es gibt keine klaren Richtlinien im Unternehmen 16% Es fehlt an Zeit, um sich mit dem Thema zu beschäftigen 8% Interner Abstimmungsbedarf erhöht sich stark 5% Testlauf war nicht erfolgreich 5% Unwissenheit über Gendersprache bzw. gendersensible Sprache 3% Angst vor öffentlichem Shitstorm 2% Weiß nicht 3%


Warum wird in Ihrem Unternehmen Gendersprache bzw. gendersensible Sprache eingesetzt? (Mehrfachnennung möglich)
Entspricht den Unternehmenswerten 46% Es zahlt auf die Ansprache verschiedener Zielgruppen ein 43% Entspricht der Überzeugung der Kommunikationsverantwortlichen 35% Gesellschaft erwartet es 35% Es zahlt auf Image und Reputation des Unternehmens ein 33% Es zahlt auf Employer Branding ein 32% Es gibt dazu klare Richtlinien im Unternehmen 30% Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarten es 30% Entspricht der Überzeugung des Managements 27% Kundinnen und Kunden erwarten es 23% Weiß nicht 4%.

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