Mit einem Preis für Wirtschaftsrhetorik zeichnet der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) den Siemens-Vorstandsvorsitzenden Roland Busch (Foto), den bisherigen BASF-CEO Martin Brudermüller und Eon-Chef Leonhard Birnbaum aus.
Seit 2014 nehmen VRdS-Analysten die Hauptversammlungsreden der Dax-Unternehmen in Hinblick auf Qualität und Wirkung unter die Lupe und bewerten sie anhand von Kriterien. Zum zweiten Mal ehrt der Verband die besten Redner mit dem "VRdS-Preis für Wirtschaftsrhetorik“ in insgesamt drei Kategorien: Rhetorik, Auftritt sowie in einer Sonderkategorie, deren Fokus jährlich wechselt und in diesem Jahr Ethos lautete.
Den Preis für die beste Rhetorik erhält Busch. Der VRdS begründet dies mit dem Storytelling in seinen HV-Reden. Der Siemens-Chef ergänze seine Reden um die Schilderung persönlicher Erlebnisse, Videoeinspielungen und Live-Dialoge auf der Bühne und erweitere damit die Form der klassischen Rede zu einem neuen Format. Der Einsatz von Elementen der journalistischen Berichterstattung, um die Themen seines Unternehmens zu präsentieren, sei spannend, aufschlussreich, verständlich und zugleich unterhaltsam.
Im Verständlichkeits-Ranking der Uni Hohenheim ist Busch mit seiner HV-Rede übrigens auf Rang acht zu finden.Den besten Auftritt hat in diesem Jahr laut VRdS-Urteil Brudermüller hingelegt. "In jedem seiner Sätze merkt man: Er meint, was er sagt – er sagt, was er meint. Gestik und Mimik, Tonalität und Stimmführung reißen mit. Er ist extrem engagiert – und gleichzeitig unaufgeregt und nie gekünstelt", so VRdS-Präsident und Jurymitglied Peter Sprong in einer Mitteilung.
In der Kategorie Ethos hat der VRdS Eon-Chef Birnbaum auf Platz eins gesetzt und begründet dies mit einer extrem hohen Glaubwürdigkeit, die von seiner Person ausgehe. "Birnbaum wirkte, als ob er nicht einen vorgefertigten Text vortrug, sondern ihm die Worte beim Reden aus dem Stegreif einfielen. Das schafft eine hohe Überzeugungskraft", teilt Jury-Mitglied Anja Martin mit. "Die Zuhörer gewinnen den Eindruck, dass sie es mit jemandem zu tun haben, der nicht nur darüber spricht, sondern persönlich und zu jeder Zeit um die beste Lösung für die Energiewende ringt."
Der "VRdS-Preis für Wirtschaftsrhetorik" wird den Siegern am 23. November im Rahmen einer Veranstaltung in Düsseldorf verliehen.
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