Der Vorstandsvorsitzende des Pharmakonzerns Bayer, Bill Anderson, liegt an der Spitze des Impact-Ranking der Dax40-CEOs von Unicepta. Die Plätze zwei und drei nehmen Oliver Blume und Christian Sewing ein.
Laut Unicepta steht Anderson erstmals an der Spitze der Rangliste. Der Bayer-CEO, der im April vergangenen Jahres die Nachfolge von Werner Baumann antrat, kündigte an, die Konzernstrategie zu ändern. Im Januar berichtete das "Handelsblatt" über den daraus resultierenden Stellenabbau: "Bayer-Chef Bill Anderson hat seinen angekündigten radikalen Restrukturierungsplan für die Konzernorganisation entscheidend vorangetrieben. Der Vorstand hat sich mit dem Betriebsrat auf die Grundzüge eines Zukunftsprogramms für Bayer geeinigt, wie das Unternehmen mitteilte." Anderson erklärte, sein Hauptziel sei es, den Chemie- und Pharmakonzern wieder auf eine starke wirtschaftliche Basis zu stellen, und machte deutlich, dass eine Aufspaltung vorerst nicht vorgesehen sei.
Für das CEO-Impact-Ranking im ersten Quartal 2024, das Unicepta für die "FAS" erstellt, hat der Medienanalyse-Anbieter nach eigenen Angaben 1812 Beiträge aus 116 deutschen und internationalen Print- und Online-Quellen ausgewertet, die von Januar bis März dieses Jahres erschienen sind. Das Ranking basiert auf Ergebnissen aus dem Unicepta-"DAX-Benchmark", der die mediale Präsenz aller Dax-Konzerne und ihrer CEOs sowie Rezeptionswahrscheinlichkeit, Fokus und Tonalität der Medienberichterstattung erfasst.
Den zweiten Platz im Ranking belegt Blume, der als einziger Top-Manager zwei Dax-Unternehmen leitet. Er machte mit den geplanten Kostensenkungsmaßnahmen des Automobilkonzerns Anfang des Jahres Schlagzeilen. Das "Handelsblatt" schreibt: "Ende Dezember hat die Geschäftsführung um CEO Oliver Blume und Markenchef Thomas Schäfer mit dem Betriebsrat ein Sparpaket für die Marke Volkswagen in Höhe von zehn Milliarden Euro vereinbart. Diese läuft bis 2026, und bereits vier der zehn Milliarden Euro sollen in diesem Jahr das Ergebnis nachhaltig verbessern." Die "Wirtschaftswoche" berichtete im Januar: "Wählerische chinesische Käufer bevorzugten jedoch vor den Preissenkungen heimische Marken [BYD], auch weil sie ihnen mehr Internetanbindung boten." Und das Wolfsburger Unternehmen wurde von US-Kongressabgeordneten wegen seiner Verbindungen zum chinesischen Staatskonzern Saic scharf kritisiert, mit dem es ein Gemeinschaftswerk betreibt.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, komplettiert die Top 3 für das erste Quartal des Jahres. Der Top-Manager machte im Januar und Februar mit überzeugenden Geschäftsergebnissen auf sich aufmerksam. "Auch bei der Deutschen Bank ist es Sewing gelungen, neue Akzente zu setzen. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2018 ist es dem gebürtigen Ostwestfalen gelungen, die Bank wieder näher an ihre Kernklientel heranzuführen", so die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Zudem berichtet sie über die Positionierung des Konzerns gegen Rechts.
Die weiteren Plätze im CEO-Impact-Ranking belegen: Armin Papperger (Rheinmetall, Platz vier), Guillaume Faury (Airbus), Manfred Knof (Commerzbank), Ola Källenius (Mercedes-Benz), Martin Brudermüller (BASF), Theodor Weimer (Deutsche Börse) und Markus Krebber (RWE).
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