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Seriensieger im Pfeffer-Ranking: Media Consulta
13.04.2015   News
Die PR-Branche wächst langsamer
 
Die Honorare der PR-Agenturbranche legten im Jahr 2014 um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Im Jahr 2013 lag das Wachstum noch bei 4,7 Prozent. Die für das Pfeffer-Ranking befragten 142 Agenturen setzten mit ihren 5.563 Mitarbeitern insgesamt 581,93 Millionen Euro um. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs um 3,5 Prozent.

"Unser Ranking weist für die Branche ein solides Wachstum aus, auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer ausfällt. Damit sind für die meisten Teilnehmer an der Befragung große Umsatzveränderungen ausgeblieben", kommentiert Pfeffer das Ergebnis. "Die Rangfolge der größten Agenturen blieb von Media Consulta auf Platz eins bis zur Serviceplan PR-Group auf Platz sieben unverändert."

Wenig Veränderung in den Top 10

Die größte Agentur ist im vierten Jahr hintereinander Media Consulta, Berlin/Köln, mit einem testierten PR-Umsatz von 52,4 Millionen Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen in unveränderter Reihenfolge Ketchum, Düsseldorf, mit 49,1 Millionen Euro Honorarumsatz (plus 2,5% im Vergleich zu 2013), fischerAppelt, Hamburg, (39,5 Mio. Euro; plus 1,4%), Oliver Schrott Kommunikation, Köln, (19,84 Mio. Euro; plus 15,2%), Edelman, Frankfurt (18,26 Mio. Euro; plus 13,5%), Weber Shandwick, München, (15,84 Mio. Euro; plus 9,4%), und die Serviceplan PR-Group, München, (14,6 Mio. Euro; plus 12,8%).

Platz 8 belegt Häberlein & Mauerer aus München (13,1 Mio. Euro; plus 13,9%), gefolgt von Hill & Knowlton Strategies aus Frankfurt (12,7 Mio. Euro, plus 1,6%). 
Nach zwei Jahren hat es die Hamburger Agentur Achtung! (11,86 Mio. Euro; plus 17,1%) wieder unter die Top 10 geschafft.

Gewinner und Verlierer

Innerhalb der Top 20 verzeichnete Palmer Hargreaves aus Köln mit 57,5% den stärksten Zuwachs und sprang vom 32. auf den 19. Rang, gefolgt von Brandzeichen aus Düsseldorf, die um 33,3% zulegten. Achtung! mit einem Plus von 17,2% und Oliver Schrott (plus 15,5%) legten ebenfalls um mehr als 15 Prozent zu. Zu den größten Honorarumsatz-Gewinnern des weiteren Rankings zählen Script Corporate + Public Communication mit einem Zuwachs von 73,9% (Rang 50, 3,1 Mio. Euro) sowie die Frankfurter Agenturen Klenk & Hoursch (Rang 31, 4,6 Mio Euro) und Markenzeichen (Rang 33, 4,1 Mio. Euro), jeweils mit einem Plus von 44,2%.

Zu den Agenturen mit den heftigsten Einbußen zählen Blumberry aus Berlin (Rang 43 mit 3,3 Mio. Euro) und Grayling aus Frankfurt (Rang 21, 6,0 Mio.). Blumberry musste einen um 40,2% geringeren Honorarumsatz hinnehmen, Grayling ein Minus von 24,2% einstecken.  

Rhein/Main vor Berlin und München 

Das größte PR-Agentur-Ballungszentrum des Rankings ist das Gebiet Rhein/Main mit 25 Agenturen sowie 104,2 Millionen Euro Honorarumsatz und 1.033 Mitarbeitern. Danach folgen Berlin (19 Agenturen / 102,4 Mio. Euro / 830 Mitarbeiter) und München (25 / 99,4 Mio. € / 965). Das Bundesland mit den meisten PR-Agenturen ist Bayern, dort sind 29 Agenturen angesiedelt. In Nordrhein-Westfalen sind es 28 und in Hessen 24.

Stärkste Branchen

Das Branchen-Kompetenzfeld Gesundheit/Medizin/Pharma ist mit 54 Anbietern und 60,4 Mio. Euro Honoraranteil erstmals das Umsatzstärkste Kompetenzfeld des Rankings. Als zweitstärkste Branche folgt IT/Computer/Telekommunikation mit ebenfalls 54 Agenturen, aber einem etwas geringeren Honorarumsatz von 59,5 Millionen Euro. Die drittstärkste Branche ist der Bereich Auto/Motor/Verkehr mit 33 Anbietern und 37,5 Mio. Euro Honorarumsatz. Die größten Anbieter sind fischerAppelt (sowohl Gesundheit als auch IT) und Oliver Schrott Kommunikation (Auto).

GPRA-Agenturen im Ranking

Die knapp 2.500 Mitarbeiter der GPRA-Agenturen im Ranking erwirtschafteten gemeinsam 255,4 Millionen Euro Honorarumsatz. Das entspricht jeweils einem Anteil von 44 Prozent am Gesamtumsatz der teilnehmenden Agenturen. Das gilt für das Jahr 2014. Mit der Aufnahme der Kölner Agentur Oliver Schrott Kommunikation in den Wirtschaftsverband, im Gesamtranking für 2014 mit knapp 20 Millionen Honorarumsatz auf Platz vier, dürfte dessen Anteil im kommenden Jahr deutlich steigen.

Alle Einzelergebnisse sind im 19. PR-Ranking detailliert aufgelistet. 142 Agenturen hatten sich an der Erhebung beteiligt, sechs Agenturen weniger als im Vorjahr. Von den teilnehmenden 142 Agenturen haben in diesem Jahr 33 ihre Ergebnisse testieren lassen, im vergangenen Jahr waren es 37.

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