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News / Wolf Ingomar Faecks sieht "post-pubertäres Gattungsgehabe"
Wolf Ingomar Faecks ist Präsident des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen. Foto: GWA
18.03.2015   News
Wolf Ingomar Faecks sieht "post-pubertäres Gattungsgehabe"
 
Mit seiner jüngsten Lobrede auf PR-Agenturen zieht der Präsident der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA), Uwe Kohrs, Kritik auf sich. Verärgert hat jetzt auch Wolf Ingomar Faecks, Chef des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA), reagiert. "Post-pubertäres Gattungsgehabe" wirft er Kohrs in einem Gastkommentar auf horizont.net vor.

Weiter heißt es in dem Beitrag unter der Überschrift "Nieder mit den Silos!": "Wer Gattungsgrenzen propagiert, diese mit halbstarker Rhetorik untermalt und damit glaubt, dem Zeitgeist und den Erwartungen des mündigeren Verbrauchers Paroli bieten zu können, sollte sich nochmal umdrehen und weiterschlafen." Die Aussagen Kohrs' gingen auf Kosten der Kunden, die man doch dazu bringen wolle, Kommunikation ganzheitlich zu denken, meint der Deutschland-Geschäftsführer von Sapient Nitro.

Kohrs hatte in einem "Horizont"-Interview unter dem Stichwort Content in Abgrenzung zu Werbe- und Mediaagenturen behauptet, "niemand kann so gut wie wir Geschichten entwickeln und erzählen, und das auf allen Kanälen." Der Boss der Agentur Impact forderte von den Kollegen mehr Selbstbewusstsein gegenüber den Wettbewerbern aus anderen Gattungen.

Kritik für seine Äußerungen bekam Kohrs auch von Jörg C. Müller-Dünow, Managing Partner der Agentur Markenzeichen. Müller-Dunow warf ihm - ebenfalls auf horizont.net - Rückwärtsgewandtheit vor. "Es scheint, das Gros der Werber ist im Kopf um Lichtjahre weiter als der PR-Agenturverband ... Dienstleister, die die Kommunikationsrealität verstanden haben und leben, sind über die Frage ,Werbung oder PR oder Digital' doch längst hinaus."

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