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News / Bedeutung klassischer Werbung sinkt
12.03.2015   News
Bedeutung klassischer Werbung sinkt
 
52 Prozent der deutschen Verbraucher halten Werbung bei ihren alltäglichen Kaufentscheidungen für "eher unwichtig" oder gar "sehr unwichtig". Das geht aus dem neusten Vertrauensindex der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) hervor. Daraus schließt GPRA-Präsident Uwe Kohrs in einem "Horizont"-Interview auf einen Bedeutungsverlust klassischer Werbung, zumindest in den digitalen Kanälen: "Die Zahlen legen nahe, dass es mit der Omnipotenz von Werbung endgültig zu Ende geht."

In Anbetracht der Fragestellung und in Relation zu anderen potenziellen Einflussgrößen wie Preis, Marke oder Nachhaltigkeit klingt der Wert für die Werber allerdings gar nicht mal so schlecht. Umgekehrt behaupten 47 Prozent der Umfrageteilnehmer, die Werbung sei für ihre Kaufentscheidung "eher wichtig" oder "sehr wichtig". Und bei einer weiteren Index-Frage geben 37 Prozent unumwunden zu, dass Werbung ihre Kaufentscheidung beeinflusst. Da haben Umfragen der Vergangenheit zur Werbewirkung schon deutlich niedrigere Werte geliefert.

Wie dem auch sei: Kohrs fordert in einer Zeit, in der der Begriff Content in aller Munde ist, mehr Selbstbewusstsein innerhalb der PR-Riege. "Niemand kann so gut wie wir Geschichten entwickeln und erzählen, und das auf allen Kanälen", sagt Kohrs in "Horizont". Immer häufiger kämen Kunden auf PR-Agenturen zu, um die Qualität ihres Storytelling verbessern zu lassen. "Ich bin überzeugt, dass wir sehr gute Chancen haben, dieses Feld zunehmend für uns zu besetzen."

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