Please wait...
News / Fischer-Appelts schlucken insolvente Agentur Atkon
04.03.2015   News
Fischer-Appelts schlucken insolvente Agentur Atkon
 
Die fischerAppelt-Gruppe übernimmt den Berliner Bewegtbild-Dienstleister Atkon, der jüngst in die Insolvenz gerutscht war. Nach Informationen des PR Report soll Atkon in der fischerAppelt-Filmsparte Play aufgehen. Melanie Rönnfeld, seit gut zwei Jahren an der Spitze von Atkon, wird neue Geschäftsführerin von Play, an der Seite von Play-Chef Mirco Völker.

Rönnfeld, bis zum ihrem Wechsel zu Atkon bei Meta Design unter Vertrag, versuchte zuletzt den scheinbar zu groß geratenen Dienstleister zu entschlacken, nach und nach verließen langjährige Führungskräfte die Agentur. Zuletzt verantwortete Rönnfeld das Geschäft alleine. Rönnfeld forcierte den Umbau zum Content-Alles-Könner ("Corporate Content Company"). Die Positionierung als Anbieter von PR-Filmen schien zu eng. Offensichtlich reichte die Zeit aber nicht, die Kehrtwende zu schaffen.

Der neue Eigentümer übernimmt Atkon-Assets und Teile der Belegschaft, die in den vergangenen Monaten bereits deutlich geschrumpft ist. Von etwa 40 Leuten wechseln dem Vernehmen nach 23 Köpfe zu fischerAppelt. Die Marke Atkon weicht zugunsten von Play, die Atkon-Büros - insbesondere in Berlin, Frankfurt und Köln - werden mit den örtlichen Standorten von fischerAppelt zusammengelegt. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. Verlockend dürfte indes das Kundenportfolio von Atkon gewirkt haben, darunter die Deutsche Bahn, mit der Atkon vor 15 Jahren an den Start ging, und große Namen wie Bayer, BASF, Union Investment, Commerzbank und Vodafone.

Die aus der Übernahme entstandene Einheit, für die offenbar eine neue GmbH gegründet wurde, werde sich auf die Entwicklung von Youtube- und anderen Social-Media-Inhalten konzentrieren, heißt es in der aktuellen Ausgabe von "Horizont", die am Donnerstag ebenfalls über den Verkauf berichtet.

Erst im vergangenen Jahr war fischerAppelt Play aus der bisherigen TV-Produktionstochter hervorgegangenen, die die Agentur einst von Daimler übernommen hatte. Stammsitz ist daher Stuttgart. Unter der Regie von Christoph Käthe baut man seit wenigen Monaten aber in Berlin-Mitte an einem starken Hauptstadtableger, der nun Rückenwind von Melanie Rönnfeld bekommen soll.
 

Newsletter

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein?

Magazin & Werkstatt