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02.03.2015   News
Emilio Galli Zugaro verlässt die Allianz zum Oktober
 
Eine Ära endet bei der Allianz: Kommunikationschef Emilio Galli Zugaro verlässt den Münchner Versicherungskonzern. Das berichtet das "Manager Magazin". Hintergrund ist der Wechsel an der Konzernspitze.

Vorstandschef Michael Diekmann gibt sein Amt im Frühjahr an Allianz-Vorstandsmitglied Oliver Bäte ab. Galli Zugaro will noch bis in den Oktober bleiben, räumt seinen Schreibtisch dann nach 23 Jahren – so lange ist kein anderer Dax-Kommunikationschef auf seinem Posten. Galli Zugaro wolle sich als Coach für Topmanager und Mentor für Start-ups selbstständig machen. Er werde auch den neuen Allianz-Boss Bäte beraten, allerdings nicht in Kommunikationsfragen, so Galli Zugaro gegenüber "mm".

Seine Nachfolgerin hat Galli Zugaro bereits im eigenen Haus rekrutiert. Zum 1. November übernimmt Sabia Schwarzer, 45, den Posten, die seit 2001 die Kommunikation der Allianz in Nordamerika verantwortet. Galli Zugaro hatte Schwarzer Mitte der 90er-Jahre, damals Volontärin bei der Deutschen Welle, selbst zur Allianz geholt. Beide hätten sich auf einem Journalisten-Austausch-Programm in Hongkong kennengelernt, heißt im "mm". Schwarzer übernahm die Kommunikation in der Region Asien-Pazifik – damals im Aufbau unter der Regie des damaligen Asienchefs Michael Diekmann. Galli Zugaro selbst kam 1992 an die Spitze der Allianz-Kommunikation, seinerzeit unter CEO Henning Schulte-Noelle. Zehn Jahre später gab der an Michael Diekmann ab und wechselte an die Spitze des Aufsichtsrates.

Für Journalisten sei Galli Zugaro "ein fairer wie harter Gesprächspartner, immer versucht, den Konzern bis in den letzten Winkel auf undichte Stellen zu kontrollieren", schreiben die beiden mm-Autoren, Angela Maier und Dietmar Palan, die sich in ihrem Stück einen Seitenhieb auf die Riege der Dax-Sprecher nicht verkneifen wollen: "Der bei manchen anderen Dax-Konzernen um sich greifenden Unsitte, Medien über Anzeigenentzug zu kujonieren", habe sich Galli Zugaro widersetzt. Im Gegenteil: Galli Zugaro habe stets Wert darauf gelegt, dass "die Marketingleute nicht zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören".
 

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