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News / Entwicklungsminister Müller lenkt ein
Umweltfreundliche Produktionsabläufe und soziale Arbeitsbedingungen als Ziel: Das chinesische Unternehmen Guangdong Esquel Textiles ist daraufhin von Oeko-Tex geprüft worden.
26.02.2015   News
Entwicklungsminister Müller lenkt ein
 
„Textilbündnis“ Die heimische Textilindustrie fühlt sich von Entwicklungsminister Gerd Müller zu Unrecht an den Pranger gestellt und von seinem Aktionsplan überrumpelt. Überraschend kündigt Müller nun einen „Realitätscheck“ an. Unter der Führung seiner Kabinettskollegin Andrea Nahles soll das Bündnis „im Lichte des Machbaren“ weiterentwickelt werden.
Die Staats- und Regierungschefs der sieben größten Industrienationen treffen sich Anfang Juni zum G7-Gipfel auf Schloss Elbau. Die Tagesordnung wird traditionell vom Gastgeber bestimmt, und Deutschland will die Partner unter anderem für „nachhaltige Lieferketten“ gewinnen. Dabei geht es auch um die Bedingungen, zu denen vor allem in Asien Textilien für den Rest der Welt hergestellt werden. Im Vorfeld erarbeiten die Fachressorts Beschlussvorlagen – eine vermeintliche Aufgabe für Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und das von ihm im Herbst 2014 initiierte nationale „Textilbündnis“.
Überraschenderweise hat aber nicht Müller das Mandat erhalten, sondern Bundesarbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD). Sie gilt in Kreisen der Textilindustrie als viel dialogbereiter und hat für den 10. und 11. März Unternehmen, Verbände sowie NGOs in ihr Ministerium in Berlin eingeladen. Dabei sein wird auch Müller, der von der Branche für seine PR-Strategie und das nicht konsensuale Vorgehen im Kontext des Textilbündnisses harsch kritisiert wurde.
Nun kündigt Müller auf Nachfrage des PR Report an, der dem Bündnis zugrunde liegende Aktionsplan werde „einem Realitäts-Check unterzogen, um sowohl Wege zum Ziel als auch Zeitlinien im Lichte des Machbaren weiterzuentwickeln“. Er wolle sicherstellen, „dass die berechtigten Belange sämtlicher Stakeholder-Gruppen Gehör und Berücksichtigung finden“. Offen bleibt, ob die NGOs bereit sind, von ihren Maximalforderungen abzurücken.
Foto: Oeko-Tex

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