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Pia Hilbrich
04.10.2022   30u30
"Vertrauen in die eigene Intuition"
Zehnte Runde unserer Nachwuchsinitiative #30u30. In diesem Jahr mit dabei: Pia Hilbrich von Danone.
Pia Hilbrich stieg bei der Agentur Grayling in anderthalb Jahren vom Junior-Level zur Senior Account Executive auf, war für nationale sowie internationale Marken bei der Planung und Durchführung von Strategien, Kampagnen, Events, Media und Influencer Relations tätig. Bei Grayling galt sie als "hartnäckiger und aktiver Kreativkopf", dem es gelang, Kunden zu neuen Ideen zu inspirieren. Und der immer wieder dazulernen möchte. Studiert hat die 25-Jährige Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt.

Im November 2021 wechselte sie als Partnerships Manager DACH zu Danone. Bei dem Lebensmittelriesen kümmert sie sich um Kooperationen mit anderen Unternehmen. Besonders spannend an dieser Aufgabe findet Hilbrich, dass sie sich viel in der Start-up-Szene bewegen kann.
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Pia Hilbrich im #30u30-Fragebogen

Stolz bin ich auf ... mein Vertrauen in die eigene Intuition. Die hat es mir immer erlaubt, mutig genug zu sein, um dem nachzugehen, was mich interessiert – ohne zu wissen, wo die Reise eigentlich hin geht.

Im Jahr 2033 werde ich ... eventuell sogar in einem Berufsfeld arbeiten, das heute noch gar nicht existiert. Ich bin gespannt, welche neuen Wege zu gestalten und zu kommunizieren es bis dahin geben wird.

Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist ... Relevanz. Das ist nicht neu, aber ich bin überzeugt, dass es für Artikel oder Kampagnen, in denen Konsument:innen keinen Sinn sehen, keinen Platz mehr gibt. Mich sprechen beispielsweise Advertorials mit zu viel Eigenlob einfach nicht an.

Völlig überbewertet ist ... zu perfektes Messaging. Damit meine ich nicht klare und abgestimmte Kernbotschaften, sondern die Art und Weise, wie diese vermittelt werden. Statt Phrasen, die beinahe eins zu eins übernommen werden, wünsche ich mir oft zielgruppengerechtere Kommunikation.

Ein Top-Arbeitgeber muss ... seinen Mitarbeiter:innen Vertrauen schenken. Ich kann mir beispielsweise nicht vorstellen, mit einem Arbeitgeber darüber zu diskutieren, ob ich im Home Office wirklich produktiv arbeite. Außerdem wünsche ich mir ein Arbeitsumfeld mit einer gesunden Balance aus Autonomie und Struktur, in dem ich Freiraum zum Gestalten habe und gleichzeitig klare Verantwortlichkeiten existieren.

Meine Mentorinnen/Förderer sind ... wirklich viele (ehemalige) Kolleg:innen und Bekannte. Vier Personen möchte ich dennoch explizit danken: Petra Wolf (Grayling), die mein Interesse für die Kommunikation überhaupt erst geweckt hat. Julia Sturmfels (Kamax), von der ich viel über Strategie und konzeptionelles Arbeiten gelernt habe. Geraldine Schroeder (Grayling), die mich ermutigt hat, als Juniorin groß zu denken. Ebenso hat sie mir beigebracht, dass es kein Nachteil ist, die jüngste Person im Raum zu sein. Und Michelle van der Veen (Danone), die mir als meine Vorgesetzte einen Safe Space schenkt und mich täglich fordert und fördert.

Ein guter Rat war, immer auf den eigenen, gesunden Menschenverstand zu hören, so trivial das auch klingen mag. Insbesondere in Stresssituationen hilft es mir, mich selbst an diesen Rat zu erinnern, einen anderen Blickwinkel einzunehmen, Prioritäten zu setzen und klar zu kommunizieren.

Ein Vorbild in der Kommunikation ist … die Tagesschau oder auch Netflix, die beide sehr authentisch kommunizieren. Beim Thema Partnerschaften ist Adidas für mich ein Vorbild, zum Beispiel mit der Kooperation mit den Berliner Verkehrsbetrieben.

New Work bedeutet für mich, den Freiraum zu haben, meinen Arbeitsalltag zu gestalten und dadurch Beruf und Privatleben besser zu vereinen. Die Struktur dafür erwarte ich von meinem Arbeitgeber, der diese aktiv im Dialog mit den Mitarbeiter:innen optimieren sollte. New Work bedeutet für mich daher auch kontinuierliche Veränderung und fängt beim Vertrauen für flexible Arbeitszeiten an und geht weiter bis zur passenden Gestaltung der Büros.

Was hat Dich an dem Wechsel von der Agentur in ein Unternehmen gereizt?
Mein Wechsel war keine Entscheidung gegen die Agenturwelt. Die Aufgaben dort haben mir immer gefallen, aber Danone war als Unternehmen sehr überzeugend. Ausschlaggebend für den Wechsel war vor allem die Perspektive, mich auf einen spezifischen Bereich zu fokussieren und dafür die nötige Struktur zu bekommen.
 
Alle Porträts des aktuellen #30u30-Jahrgangs lesen Sie im PR Report


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