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News / Fünf Linkedin-Peinlichkeiten
Christian Bölling (Foto: Yannik Willing)
20.08.2022   Wissen & Praxis
Fünf Linkedin-Peinlichkeiten
Für Linkedin benötigen Sie kein Diplom in Raketenwissenschaft. Aber es gibt diverse Fallen, in die Sie nicht tappen sollten. Zum Beispiel diese. Von PR-Werkstatt-Autor Christian Bölling (Foto)
1. Ghost Writing ohne Absprache
Die Inhalte können aus einer fremden Feder stammen, aber: Sämtliche geposteten und geteilten Inhalte, alle Likes und Kommentare sollten mit der Person abgestimmt sein, in deren Namen Sie auf Linkedin tätig sind. Nichts ist peinlicher, als wenn jemand auf „seinen“ Kommentar oder Artikel angesprochen wird – und nichts davon weiß. Und natürlich sollte bei Leserinnen und Lesern keinesfalls das Gefühl aufkommen, getäuscht zu werden.

2. Private Einblicke
Um für jemanden auf Linkedin tätig zu werden, brauchen Sie dessen Zugangsdaten. Gleichzeitig sollte dem Inhaber oder der Inhaberin des Profils klar sein, dass Sie dadurch auch private Nachrichten lesen können.

3. Alle posten dasselbe
Die erste PR-Werkstatt zu Linkedin geht ausführlich auf Software ein, mit der Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Content für Linkedin zur Verfügung stellen können. Diese Tools erwecken den Eindruck, man könne einen Standard-Post vorschlagen und dessen bloße Multiplikation würde helfen, Reputation aufzubauen. Sie sollten aber immer klar machen, dass solche Post-Vorschläge als Inspiration dienen und nicht eins zu eins übernommen werden sollten. Wenn Dutzende Beschäftigte identische Inhalte online stellen, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie aus der PR-Abteilung stammen, wäre das nicht nur langweilig, sondern auch noch unprofessionell.

4. Posten von Pressemitteilungen
Nein, bitte nicht! Zumindest nicht als reine Kopie. Denn Linkedin ist kein weiterer Presseverteiler. Sie können Pressemitteilungen aber verlinken und mit persönlichen Gedanken oder Einordnungen versehen. Das kann deutlich spannender für die Leserinnen und Leser sein.

5. Exzessives Taggen
Damit potenziell Interessierte Ihren Content zuverlässig sehen, können Sie diese markieren. Getaggte Nutzerinnen und Nutzer bekommen dann von Linkedin einen Hinweis. Dazu geben Sie ein @-Zeichen vor dem jeweiligen Namen ein und wählen das angezeigte Profil aus. Sie sollten nur jene taggen, die einen direkten Bezug zum Thema haben und bei denen Sie auf eine Reaktion hoffen können. Übertreiben Sie es nicht! Sonst wird das Taggen als Spam empfunden.
 
Autor: Christian Bölling ist Gründer der PR-Agentur Heldenmood

Dieser Artikel stammt aus der PR-Werkstatt "Die richtige Linkedin-Strategie". Diese und andere PR-Werkstätten sind in unserem Online-Shop erhältlich.
 
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