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(Grafik: News Aktuell)
28.07.2022   News
PR-Trendmonitor: Bei Datenanalyse ist Luft nach oben
Knapp die Hälfte der Unternehmen in Deutschland und der Schweiz analysiert und wertet Daten für die professionelle Kommunikation aus. Das geht aus dem PR-Trendmonitor hervor.
Für ihren PR-Trendmonitor haben die dpa-Tochter News Aktuell und die Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor im Februar dieses Jahres 220 Kommunikationsexperten aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz befragt. Dabei herausgekommen ist, dass 44 Prozent der Unternehmen Data Analytics in ihrer professionellen Kommunikation einsetzen, 46 Prozent dagegen nicht. Der am häufigsten genannte Grund für den schleppenden Einsatz: 35 Prozent der Befragten wissen nicht, wann sie in ihren Arbeitsabläufen die Auswertung von Daten integrieren sollen. An zweiter Stelle der erschwerenden Faktoren steht die Infrastruktur: So fehlen bei 30 Prozent der PR-Schaffenden die geeigneten Tools, um Daten aus den diversen Systemen zu extrahieren, zu analysieren und auszuwerten. Fast genauso oft scheitert es an der mangelhaften Struktur der Daten: 28 Prozent geben an, dass im Unternehmen zu wenig strukturiertes Datenmaterial vorliegt, um Data Analytics professionell aufzusetzen.
 
Was das Know-how in Sachen Data Analytics angeht, würde sich jeder dritte PR-Profi für seine eigene Kompetenz diesbezüglich die Schulnote "befriedigend" geben (30%). Nur sechs Prozent bescheinigen sich ein "sehr gut". Immerhin knapp jeder fünfte Befragte beurteilt seine eigenen Kenntnisse in der Datenanalyse mit der Note "gut" (19%). Allerdings schneidet der Großteil der PR-Fachleute eher ausreichend bis mangelhaft ab: Jeder vierte Befragte schreibt sich bei Data Analytics die Note 4 zu (23%), jeder achte die Note 5 (13%). Gar keine Kompetenz in dieser Disziplin haben nach eigener Einschätzung sechs Prozent der Kommunikationsprofis.

Die große Mehrheit der Kommunikationsabteilungen, die bereits Data Analytics einsetzen, analysiert Daten in den Bereichen Social Media (79%), Medienbeobachtung (70%) sowie Website und Blog (68%). Immerhin 44 Prozent werten Daten aus, um den Markt und den Wettbewerb zu analysieren. Nur knapp jede dritte Kommunikationsabteilung nutzt Data Analytics, um die aktuelle Strategie abzugleichen und Schlüsse für eine zukünftige strategische Ausrichtung zu ziehen (31%). Jedes vierte Unternehmen arbeitet mit Data Analytics, um das eigene Image und die Reputation zu monitoren und zu bewerten. Jedes fünfte Unternehmen wertet Daten für die interne Kommunikation aus (21%). Auf dem letzten Platz landet die Krisenkommunikation: Nur 18 Prozent der befragten Kommunikationsprofis nutzen Daten für ihre Kommunikation im Krisenfall.

Erschwerende Faktoren für Data Analytics im Unternehmen:

Fehlende Zeit: 35%
Fehlende Tools: 30%
Zu wenig strukturierte Daten: 28%
Fehlende Kompetenz: 26%
Unklare Prozesse und Verantwortlichkeiten: 25%
Fehlendes Budget: 24%
Zu viele unterschiedliche Datenquellen: 21%
Fehlende Bereitschaft für das Thema: 21%
Abteilungssilos verhindern Datenzugriff: 19%
Data-To-Value nicht erkennbar: 17%
Datenschutzregeln verhindern Zugriff auf Daten: 16%
Data Analytics wird "von außen" auf Kommunikationsabteilung aufgesetzt: 5%
Angst/Vorbehalte: Data Analytics wird als Gefahr gesehen: 5%.


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