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18.02.2015   News
Rocket Internet spaltet Kommunikations-Agentur ab
 
Das Berliner Internet-Unternehmen Rocket Internet gründet eine eigene Kommunikationsagentur aus. Name: RCKT. Gründer sind Rocket-Kommunikationschef Andreas Winiarski (Foto) und sein früher Mitarbeiter Nils Seger.

Über die Beteiligungsverhältnisse will Winiarski nicht sprechen, mit Lisa Teicher, Karolin Hewelt, Winiarski selbst und eben Mitgründer Seger zählt die Agentur vier Partner. "Wir glauben, dass Unternehmertum die größte Antriebsfeder ist", sagt Winiarski über seine Neugründung. Die Keimzelle hatte Winiarski bereits früher in Form einer Inhouse-Agentur angelegt, die auf die kommunikativen Besonderheiten der Startup-Kultur zugeschnitten sein sollte. Zur Mannschaft zählen dort derzeit 40 Leute, 35 ziehen in die neue Agentur um, die Räume in Berlin-Mitte gefunden hat. Fünf Mitarbeiter bleiben bei Rocket und stemmen die Abteilung Corporate Communications, deren Chef Winiarski ist. In dieser Rolle tritt Winiarski als sein eigener Kunde auf.

Im ersten Schritt sollen in der jungen Agentur Strukturen und Prozesse wachsen, um RCKT zu einem wettbewerbsfähigen Player zu machen, der auch Kunden außerhalb des Rocket-Universums ansprechen will. Bisher gibt es solche Kunden nicht. Im Portfolio finden sich neben Rocket selbst auch die ausländischen Geschäfte des Samwer-Imperiums und zahlreiche Startups, etwa: Home24, Westwing oder Foodpanda. Unlängst übernahm die neue Agentur den Etat der Rocket-Zimmervermittlung Wimdu – bisher in den Händen der Münchner Agentur Wilde & Partner.

"Wir haben eine für ein Startup übliche Kostenstruktur, die wir auch an unsere Kunden weitergeben“, so Winiarski. Punkten will er mit internationaler Erfahrung, jungen Leuten (Altersdurchschnitt Mitte 20) – und einer digitalen Attitüde. "Wir sind Digital Natives, deshalb müssen wir unsere Kommunikationsansätze nicht als digital kennzeichnen", so Winiarski. "Treiber sind aus meiner Sicht Content und Branding", in diesem Zusammenhang steht offenbar der Aufbau einer Video-Content-Abteilung innerhalb der Agentur.

"Wir nähern uns dem Wettbewerb demütig", stapelt Winiarski noch tief. Die Konkurrenz zu anderen Agenturen sei nötig, um "inhaltlich zu wachsen", so Winiarski. Zunächst aber wolle sich RCKT im eigenen Portfolio, sprich im Samwer-Umfeld, entwickeln.

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