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News / Visualisierter Streit
Einen eher friedlichen Süden zeigt die Karte der Streitfälle.
05.02.2015   News
Visualisierter Streit
 
Advocard Viele Menschen beschäftigen sich nur ungern mit dem Thema Absicherung von Rechtsstreitigkeiten. Daher wollte Advocard auch gar nicht erst seine Produkte thematisieren, sondern das viel aufregendere Thema Streit. Mit „Deutschlands großer Streitatlas“ ist erstmals das deutsche Streitverhalten ermittelt worden. Das Ergebnis: unzählige TV-, Zeitungs-, Radio- und Online-Berichte, ein wahrer Buzz im Social Web und für Advocard die erfolgreichste PR-Kampagne.


Aufgabenstellung

Versicherungen sind häufig ein abstraktes und wenig emotionales Thema. Wer redet schon gerne und viel über Konditionen, Vertragsklauseln und Versicherungsfälle? Dabei versichern die Deutschen fast alles, von der Gesundheit über Haus und Auto bis hin zu Hund und Smartphone. Die Rechtsschutzversicherung steht dabei in der Prioritätenliste oft weiter hinten. Ein mittelständisches Unternehmen wie Advocard mit kleinem Mediabudget und ohne eigenen Vertrieb benötigt daher starke PR-Effekte.
Warum deshalb nicht auf das fokussieren, was der Versicherung zugrunde liegt: der Streit. Streit sollte zum Talk der Nation gemacht und ein Bewusstsein hergestellt werden für das Risiko, in eine juristische Auseinandersetzung verwickelt zu werden. Und über den Absender sollte die Lösung gleich mitvermittelt werden: Advocard.


Umsetzung

Um das packende Thema Streit kommunikativ zu verwerten, wurde das Streitverhalten der Deutschen zum ersten Mal vermessen und kartografiert – in Form eines digitalen Streitatlas, der auf einzigartige Weise das Streitverhalten einer ganzen Nation spiegelt. „Deutschlands großer Streitatlas“ sollte vor allem Aufmerksamkeit, Interesse, Sensibilisierung und schließlich Offenheit für die Notwendigkeit einer Rechtsschutzversicherung erzeugen.
Aus einer Million ausgewerteten Streitfällen entstand ein digitaler und interaktiver Atlas der deutschen Streitkultur. Der interaktive Atlas konnte online eingebunden, in Printmedien abgedruckt oder in TV-Beiträgen gezeigt werden. Regionale und Special-Interest-Medien konnten lokale und zielgruppenspezifische Ergebnisse aufgreifen. TV-Stationen und Radiosendern standen sowohl komplette Beiträge als auch Rohmaterial für eigene Beiträge zur Verfügung. Jeder Deutsche konnte mit dem Streitatlas sein persönliches Risiko für einen Streit ermitteln.
Die ausdifferenzierten PR-Maßnahmen waren auf größtmögliche Breitenwirkung und bestmögliche Durchdringung der Medien angelegt:
Mehrere Pressemitteilungen mit unterschiedlichem Fokus: deutschlandweite Ergebnisse, regionale Auswertungen sowie Special-Interest-Analysen, jeweils inklusive Rankings und Tabellen
Interaktive Deutschlandkarte mit Werten zur Streitintensität bis hinunter auf die Kreisebene
Diverse Infografiken zu bundesweiten, regionalen und Special-Interest-Ergebnissen
Bewegtbildbeitrag inklusive Straßenumfrage, Deutschlandkarte und Expertenstatements
Hörfunkpaket mit Interview, Straßenumfrage und vollständigen Beiträgen


Ergebnisse

Die multimediale, digitale und interaktive Anlage von „Deutschlands großer Streitatlas“ verfolgte die Zielsetzung, sich nach der Veröffentlichung eigenständig zu multiplizieren. Diese Taktik ging auf. Nationale Medien berichteten ebenso wie TV-Sender, Radiosender, Online-Plattformen und Magazine. Im Social Web gab es einen regelrechten Buzz. „Deutschlands großer Streitatlas“ wurde wahrlich zum großen Thema und Talk einer Nation. Einige Ergebnisse:
Mehr als 850 Nennungen in Medien und Social Media
3,1 Milliarden Online-Visits auf Online-Medien und -Portalen
110 Millionen Kontakte via Print, TV und Radio
Institutionen wie Universitäten, Justizministerien und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung forderten die Daten des Streitatlas an
Der Streitatlas wurde damit zur erfolgreichsten Kommunikationskampagne in der Geschichte von Advocard. Der Streitatlas wurde für zahlreiche Kommunikationspreise nominiert (unter anderem Eurobest, Internationaler Deutscher PR-Preis) und ausgezeichnet mit dem PR Report Award, einem silbernen Nagel beim ADC Festival, dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation sowie dem Digital Communication Award. Der große Erfolg sorgte bei den Advocard-Mitarbeitern und im Vertrieb für Identifikation und Stolz.
Angesichts einer steigenden Zahl und Frequenz von Nachrichten und der Dauerpräsenz der Medien blenden die Verbraucher zunehmend Informationen aus, die für sie nicht relevant sind. Mehr und mehr dringen nur noch faszinierende und unmittelbar interessierende Themen zu den Konsumenten durch. Unternehmen müssen daher zunehmend Kommunikation nicht mehr aus der eigenen, sondern aus einer gesellschaftlichen Perspektive denken.
Gerade unter Versicherern ist es üblich, das Produkt in den Mittelpunkt der kommunikativen Aktivitäten zu stellen. Der Streitatlas hat jedoch mehr das universelle Bedürfnis Streit und darüber indirekt auch die Rechtsschutzversicherung thematisiert. Damit ist die Relevanz für Gesellschaft und Medien ungleich höher als bei einer Unternehmens- oder Produktnachricht.
Die Erfahrungen, die Advocard mit „Deutschlands großer Streitatlas“ im Content Marketing gesammelt hat, gaben auch den Anstoß für das Online-Medium Streitlotse.de, das im November 2014 gestartet ist. Der Streitlotse ist eine redaktionell gestaltete Webseite, die Verbrauchern täglich Storys, Infos und News rund um Streit bietet. So verarbeitet erstmalig eine Versicherung all die über Jahre gewonnenen Erfahrungen und Daten, um sie mit Mehrwert zu einem übergeordneten Thema zu publizieren.
Mit der Evolution von Unternehmenskommunikation hin zu gesellschaftlichen Mehrwerten geht auch der Schritt einher, selbst zum Medium zu werden und unmittelbar mit Gesellschaft und Verbrauchern zu kommunizieren.
Foto: Advocard

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