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News / Ökonomische Aspekte gewinnen an Gewicht
05.02.2015   News
Ökonomische Aspekte gewinnen an Gewicht
 
Diversity-Kommunikation Diversity-Themen, etwa die Debatte in Deutschland um die gesetzliche Frauenquote in den Aufsichtsräten der großen Unternehmen, haben Konjunktur. Die Wirtschaft steht unter dem Druck der Politik, hat aber auch selbst die ökonomischen Implikationen eines professionellen Diversity-Managements, also die Nutzung der Vielfalt im Unternehmen für den Unternehmenserfolg, für sich entdeckt. Das schlägt sich auch in den Firmenpublikationen nieder. Das Thema ist erstmals häufiger in den Geschäftsberichten als in den Corporate Social Responsibility (CSR)-Reports des vergangenen Jahres zu finden.
Eine Analyse der Kölner Beratungsfirma European Diversity hat ergeben, dass 92 Prozent der 50 größten europäischen Firmen, die im Index Stoxx 50 Europe gelistet sind, Diversity in ihren Jahresberichten behandeln. Demgegenüber tauchte das Thema „lediglich“ in 82 Prozent der CSR-Berichte auf. In den Berichten des Jahres 2009 war das Verhältnis noch umgekehrt: In ihren CSR-Berichten thematisierten damals 92 Prozent der Stoxx50-Unternehmen Diversity, und nur 80 Prozent der Geschäftsberichte gingen darauf ein.
„Das spiegelt nicht nur die Bedeutung von Diversity für die Geschäftstätigkeit wider“, sagt Europen Diversity-Chef Michael Stuber, „die Resultate korrespondieren auch mit den gegenwärtigen individuellen Werthaltungen von Arbeitnehmern, Nachwuchskräften und der Gesellschaft insgesamt.“Weil viele Wirtschaftsunternehmen Diversity und Inklusion inzwischen als ein breit angelegtes und umfassendes Konzept verstehen, das über Chancengleichheit der Geschlechter und Work-Life-Balance hinausgeht, legen sie im Gegensatz zu früheren Jahren weniger Gewicht auf die sozialen Aspekte der Thematik.
Ein weiteres Ergebnis der europaweiten Studie „D&I on the Move“: Auch auf den Corporate Websites nimmt das Vielfaltsmanagement mittlerweile großen Raum ein. Die Kölner Berater entdecken auf 48 der 50 Internetauftritte 150 Darstellungen, wie etwa Chancengleichheit umgesetzt worden ist. Das zeige, so Stuber, dass Diversity für internationale Top-Konzerne zu einem Schlüsselelement der Unternehmensidentität und Markenkommunikation geworden sei.
 

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