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News / Studie: Investoren trauen ESG-Angaben nicht
(Illustration: Edelman)
18.11.2021   News
Studie: Investoren trauen ESG-Angaben nicht
87 Prozent der Anleger in Deutschland meinen, dass Unternehmen bei der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse häufig übertriebene Angaben zu ihren Fortschritten in Sachen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) machen. Das besagt eine Umfrage von Edelman.
In den USA sind die Investoren diesbezüglich fast genauso misstrauisch (86%). 72 Prozent der Anleger weltweit glauben nicht, dass Unternehmen ihre ESG-Verpflichtungen einhalten werden. Für ihre Sonderstudie "Trust Barometer Institutional Investors 2021" hat die Agentur Edelman 700 institutionelle Anleger in sieben Märkten (USA, GB, Kanada, Deutschland, Japan, Niederlande und Mittlerer Osten (Vereinigte Arabische Emirate und Saudi-Arabien)) im Zeitraum vom 11. August bis 3. September dieses Jahres befragt. Die Umfrage soll über die Erwartungen der Anleger in Bezug auf ESG, Klimawandel, Aktionärs- und Mitarbeiter-Aktivismus informieren.

Weitere Ergebnisse:
- 90 Prozent der Investoren in Deutschland (USA: 94%) rechnen mit mehr Rechtsstreitigkeiten, weil Unternehmen ihre ESG-Ankündigungen nicht einhalten.
- In Deutschland erwarten 81 Prozent der Investoren ein Scheitern der Unternehmenspläne zur Klimaneutralität, in den USA sogar 92 Prozent.
- Mehr als 74 Prozent der US-Investoren würden sich in Bezug auf die Umwelteffizienz der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens, die Umweltauswirkungen der Lieferkette und die Treibhausgasemissionen für die Aktionäre einsetzen.
- In Deutschland geben 87 Prozent der Investoren an, seriöse Aktivisten aktiv anzusprechen, um Veränderungen in Unternehmen zu erreichen, in die investiert werden soll oder in die ein Investment bereits besteht.
 
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