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News / "Mein Bauchgefühl täuscht mich selten"
Lisa de Koster
25.10.2021   30u30
"Mein Bauchgefühl täuscht mich selten"
Neunte Runde unserer Nachwuchsinitiative #30u30. In diesem Jahr mit dabei: Lisa de Koster von der Agentur Ressourcenmangel.
Lisa de Koster kam im Sommer 2020 zu Ressourcenmangel und gilt bei der Agentur als ein integraler Erfolgsfaktor für den Aufbau des Düsseldorfer Standorts. Und das unter Pandemie-Bedingungen!

De Koster wird als verantwortungsbewusste "Wegschafferin" und "natürliche Führungspersönlichkeit" beschrieben, die sich bei Ressourcenmangel zum Benchmark für Bewerberinnen und Bewerber entwickelt hat. Gegenüber dem zweitgrößten Kunden, einem regionalen Energiedienstleister, trete sie als Beraterin souverän auf und meistere täglich komplexe Fragestellungen rund um erneuerbare Energien, Klimawandel sowie die Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Wettbewerb. Die 29-Jährige hat Sozialwissenschaften, Kommunikation und Medien in Siegen und Jena studiert und war Trainee und Juniorberaterin bei JP Kom.
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Tipp: Jetzt kostenlos anmelden zum PR Report Camp 2021! Auch in diesem Jahr findet die wichtigste Groß-Veranstaltung für den Nachwuchs und für Young Professionals komplett digital statt: vom 2. bis 5. November. Mit dabei sind viele renommierte Top-Profis aus Agenturen und Unternehmen.
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Lisa de Koster im #30u30-Fragebogen
 
Stolz bin ich auf ... alle Situationen, in denen ich mich getraut habe, meine "Comfort Zone" zu verlassen und dadurch immer wieder ein Stückchen über mich hinausgewachsen bin.
 
Im Jahr 2030 werde ich …  es wahrscheinlich immer noch nicht sein lassen können, jedes Lied von der ersten bis zur letzten Silbe mitzusingen. Mein Gehirn kann vor allem eins wahnsinnig gut: Songtexte abspeichern. Persönlich (und fachlich) möchte ich in neun Jahren noch sehr viel mehr Sprünge ins kalte Wasser gewagt und dabei viele weitere großartige Menschen kennengelernt haben, die mein Leben bereichern.
 
Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist, das Thema Glaubwürdigkeit zu forcieren und damit eine aus meiner Sicht Hauptaufgabe der Kommunikation nicht aus den Augen zu verlieren. Zum Beispiel beim Thema Nachhaltigkeit, das mir persönlich auch am Herzen liegt und mit dem ich mich schon in meiner Masterarbeit beschäftigt habe.
 
Völlig überbewertet ist, an alten Strukturen festzuhalten, nur weil sie in der Vergangenheit zum Erfolg geführt haben. Unsere Welt entwickelt sich stetig weiter, also sollten wir nicht krampfhaft an veralteten Systemen festhalten, aus Angst, es könne sich etwas verändern. Außerdem: Camper Vans.
 
Ein Top-Arbeitgeber muss, neben seinem Fokus auf Wirtschaftlichkeit, auch immer den Menschen in den Vordergrund stellen. Das bedeutet für mich, Mitarbeiter:innen wertzuschätzen, ihnen Freiraum zu lassen, die eigenen Ideen und Potenziale zu entfalten und sie auf ihrem Weg zu unterstützen. Zum Beispiel durch Coaching oder die Möglichkeit zu flexiblen Arbeitsmodellen/-zeiten/-orten.
 
Meine Mentorinnen/Förderer ... ist vor allem meine Freundin und Arbeitskollegin Katharina Balkmann, die mir seit Tag Eins meines Traineeship nicht nur fachlich eine ganze Menge PR-Handwerk beigebracht, sondern auch ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse mit mir geteilt hat – und es auch immer noch tut. Zudem kann ich mich glücklich schätzen, dass ich viele, unglaublich tolle Menschen kenne, die mich jederzeit unterstützen und mit deren Hilfe ich mich weiterentwickeln kann. Dazu zählen auch meine Familie, meine engsten Freunde und Ressourcenmangel Düsseldorf mit Eva Benndorf und Susanne Krings.
 
Ein guter Rat war, dass ich mich neben Fakten immer auch auf meinen Bauch beziehungsweise meinen inneren Kompass verlassen sollte. Sei es bei meiner Arbeit, wenn ein Text inhaltlich einwandfrei ist, aber ich trotzdem denke, dass es die/den Kunden/in nicht überzeugt, oder auch, wenn ich eine tolle Wohnung finde und mich trotzdem seit der ersten Minute nicht ganz wohl fühle. Mein Bauchgefühl täuscht mich selten.
 
Ein Vorbild in der Kommunikation ist ... ein:e mutige:r Kommunikator:in mit Haltung und Rückgrat, gerade dann, wenn es mal so richtig ungemütlich wird. Denn genau darauf kommt es an: sich selbst treu bleiben und zu seinen Überzeugungen stehen.
 
Meine Lehre aus der Corona-Krise ist, wie sehr durch Einfluss von Algorithmen und gefilterten Informationsquellen neue Narrative und dadurch "Realitäten" entstehen. In den Sozialen Medien "kämpfen" ganze Filterblasen um Meinungen, die alle einen Anspruch auf Richtigkeit stellen – und dabei die Wissenschaft gänzlich aus dem Blick verlieren. Für mich hat sich mehr denn je gezeigt, wie essenziell die Stärkung von (Wissenschafts-)Kommunikator:innen und die aktive Unterbindung von Fake News ist, wenn wir nicht in einer realitätsfernen Blase leben wollen.
 
Alle Porträts des aktuellen #30u30-Jahrgangs lesen Sie im PR Report.


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