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News / "Eigene Persönlichkeit lässt gute Kommunikation entstehen"
Elisabeth Heiß
22.10.2021   30u30
"Eigene Persönlichkeit lässt gute Kommunikation entstehen"
Neunte Runde unserer Nachwuchsinitiative #30u30. In diesem Jahr mit dabei: Elisabeth Heiß von der TU München.
Als Elisabeth Heiß Anfang 2021 die Agentur LHLK verließ, ging sie mit viel Anerkennung – vom Arbeitgeber und von den Kunden. Innerhalb von drei Jahren stieg sie von der Trainee zur Beraterin auf. Dabei bewies sie ihr Können auch in schwierigen Situationen. Als bei einem wichtigen Projekt "die Kohlen aus dem Feuer" geholt werden sollten, verlangte der Auftraggeber ausdrücklich nach Heiß.

Seit März ist die 27-Jährige als Marketing- und Communication-Managerin am TUM Institute for Life Long Learning tätig, dem Anbieter von Fort- und Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte an der Technischen Universität München. Studiert hat sie Journalistik sowie Medien- und Kommunikationsmanagement in München und Ingolstadt samt DAAD-Stipendium in Dublin.
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Elisabeth Heiß im #30u30-Fragebogen
 
Stolz bin ich auf ... alle Projekte, bei denen ich bisher an Bord sein durfte, in denen Strategie mit Kreativität verschmolzen ist. Immer wenn es klappt, "strukturiert verrückt spielen zu können", macht es am meisten Spaß – dann entsteht etwas Neues, das Wirkung zeigt und begeistern kann.
 
Im Jahr 2030 werde ich … hoffentlich weiter so viele vielfältige, digitale, interdisziplinäre und inhaltlich spannende Kommunikationsprojekte begleiten wie ich es jetzt tun darf.
 
Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist ... der Einfluss der fortschreitenden Digitalisierung, die durch die Corona-Pandemie nochmals befeuert wurde. Denn daraus ergeben sich so viele weitere spannende Veränderungen und Trends für die Branche: vom Einsatz von innovativen und interaktiven Tools und Technologien bis hin zu einer noch viel persönlicheren und unmittelbareren Kommunikation mit Stakeholdern. Nichts hat den Austausch und die Dynamik zwischen Journalist*innen und Pressesprecher*innen, Unternehmen und Zielgruppen in den letzten zwei Jahren aus meiner Sicht so stark beeinflusst.
 
Völlig überbewertet ist, am Versand von Informationen an Journalist*innen zu bestimmten, gelernten Uhrzeiten festzuhalten. Eine wenig informative Pressemitteilung oder ein nicht wirklich relevanter Pitch werden keinen Erfolg haben, nur weil sie dienstags vor zehn Uhr beim Medium ankommen. Inhalte und Relevanz zählen – und sich auf das Gegenüber einzulassen.
 
Ein Top-Arbeitgeber muss ... zuhören. Und dadurch gerade in der heutigen Zeit in der Lage sein, auch eine digitale Corporate Culture aufzubauen.
 
Meine Mentorinnen/Förderer sind ... meine ehemaligen Vorgesetzten bei LoeschHundLiepold Kommunikation: Dirk Loesch, Jan Liepold, Jan Manz und Helena Rauch. Bernhard Kraus, Managing Director, und Anja Muckenfuß, Head of Marketing & Communications beim TUM Institute for Life Long Learning. Anne-Kristin Steichele, Senior VP Marketing Germany bei Alix Partners.
 
Meine wichtigste Agentur-Erfahrung war ... der Schritt von der Juniorberaterin zur Beraterin und damit zur Team- und Projektleitung. Viele Prozesse habe ich durch diesen "Schritt hinter die Kulissen" komplett neu kennengelernt. Und ich habe noch stärker verstanden, wie wichtig Vertrauen – des Teams, der Vorgesetzten, der Kunden und Journalist*innen – ist, um gute und reibungslose Kommunikation zu machen.
 
Ein guter Rat war, dass gute Kommunikation erst durch das Einbringen der eigenen Persönlichkeit entsteht. Einer meiner Vorgesetzten meinte des Öfteren vor Konzeptentwürfen zu mir: "Mach eine Heiß draus." Ihm war wichtig, dass ich meine Ideen genauso einbringe, wie ich das für richtig halte – und das Paper eben nicht so aussieht, als hätte ich es nur als Ghost-Writerin für ihn geschrieben, nur weil ich seinen Kommunikationsstil kannte. Oder man vielleicht schon vorher wusste, was der Kunde erwartet, und deshalb genau diese vorhersehbare Richtung einschlägt, obwohl man selbst nicht davon überzeugt ist.
 
Ein Vorbild in der Kommunikation: Vorbilder sind für mich alle, die Unternehmen, Organisationen und Mitarbeiter*innen überlegt und mit klarer Kommunikation auch durch schwierige Zeiten begleiten. Das sind aus meiner Sicht aber nicht immer nur Einzelpersonen. Ein aktuelles Beispiel wären Nadine Schian und ihr Team bei Webasto zu Beginn der Corona-Krise.
 
Meine Lehre aus der Corona-Krise ist, wie wichtig Team-Zusammenhalt ist. Wie gutes digitales Off- und Onboarding funktionieren kann, aber wie schön es trotzdem ist, sich mit ehemaligen und neuen Kolleg*innen auf ein Eis mit Abstand zu verabreden.
 
Alle Porträts des aktuellen #30u30-Jahrgangs lesen Sie im PR Report.


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