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News / "Es lohnt sich, seiner Oma Facetime einzurichten"
Lisa Gast
19.10.2021   30u30
"Es lohnt sich, seiner Oma Facetime einzurichten"
Neunte Runde unserer Nachwuchsinitiative #30u30. In diesem Jahr mit dabei: Lisa Gast von der IT-Firma Computacenter.
Lisa Gast hat die Aktivitäten des Hohenheimer Studierenden-Vereins PRIHO mehr als zwei Jahre lang maßgeblich geprägt: Als stellvertretende Vorsitzende und Sponsoring-Chefin konnte sie viele Förderer für die Initiative gewinnen. Gast absolvierte Praktika im Bundestag und bei RTL, arbeitete als Werkstudentin in der Universitätsmedizin in Mainz (unter anderem für die Kinderkrebshilfe) und war als Masterandin bei McKesson.

Nach ihrem Master stieg die 27-Jährige als Communications- und Marketing-Managerin bei der IT-Firma Computacenter ein. Gast habe Kommunikation im Blut, kein Problem mit komplexen B2B-Themen und arbeite souverän in interdisziplinären Projektteams und mit verschiedenen Hierarchieebenen zusammen, heißt es. Außerdem gilt sie als äußerst zielstrebige und immer hilfsbereite Netzwerkerin.
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Lisa Gast im #30u30-Fragebogen


Stolz bin ich darauf, dass ich meinen inneren Schweinehund die letzten Jahre unzählige Male überwunden habe. Dazu zählt starker Wille und Ehrgeiz, oft aber auch eine große Portion Mut. Egal, ob mein Auslandssemester in Kalifornien, das mich monatelange Recherche, Zeit und Nervenkitzel gekostet hat, mein Praktikum im Deutschen Bundestag, auf das ich mich direkt nach meiner allerersten Politikvorlesung beworben habe, oder mein spontaner Sky-Diving-Sprung aus einem Flugzeug über Hawaii – ich bin stolz darauf, mich jedes Mal getraut zu haben.

Im Jahr 2030 werde ich ... meinem inneren Schweinehund noch öfter den Kampf angesagt haben und auf allen Open-Stage-Bühnen, die Frankfurt zu bieten hat, meiner großen Leidenschaft nachgehen und Gitarre spielen und singen.
 
Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist ... der unternehmensübergreifende Austausch zu Themen unserer Branche. Kreative Ansätze und innovative Ideen entstehen durch Impulse, Diskussionen und mit Blicken über den Tellerrand. Bei solchen Formaten sollten allerdings die Inhalte im Fokus stehen und weniger der prall gefüllte Lebenslauf oder die rasch erklommene Karriereleiter.

Völlig überbewertet sind ... die unzähligen Bananenbrot-Rezepte auf Social Media. Egal, wie viele Cranberries und Nüsse ich untergerührt habe – meins hat trotzdem nie geschmeckt.

Ein Top-Arbeitgeber muss ...ähnliche Attribute pflegen wie die einer guten Freundschaft. Er sollte Mitarbeitenden zuhören, ein offenes Ohr für Sorgen und Ängste haben, sich wertschätzend und empathisch zeigen und individuelle Stärken, Persönlichkeiten und Identitäten fordern und fördern. Außerdem sollte er eine offene Fehlerkultur schaffen und Mitarbeitenden einen Vertrauensvorschuss gewährleisten. Spätestens nach der Pandemie sollte Mobile & Flexible Work vom Wunschtraum zur Realität in der gesamten Kommunikationsbranche werden. Um mit der Freundschafts-Analogie abzuschließen: Wenn es mich mal wieder ins Office verschlägt, wünsche ich mir von einem Top-Arbeitgeber selbstverständlich auch guten Kaffee.

Meine Mentorinnen/Förderer sind ... meine gesamten Teamkolleg*innen! Im Joballtag vor allem die Frankfurter Crew Thorsten Düchting, Patricia Baumann und Carolin Bieller. Dank ihnen habe ich nach nur wenigen Monaten im Job das Gefühl, komplett angekommen zu sein, mich frei entfalten zu können und jeden Tag dazuzulernen.

Meine größte Herausforderung: Lernen, auch mal Nein zu sagen.

Ein guter Rat war: "If you stress too much about something before it happens, you basically put yourself through it twice." – Egal, ob privat oder beruflich: Der Großteil meines Umfeldes – mich mit eingeschlossen – ist ambitioniert, durchgetaktet, umtriebig, immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und dabei dennoch am Grübeln, ob das Ganze nun der Schritt in die richtige Richtung war. Deshalb war ein guter Rat, sich ab und an einfach mal zurückzulehnen. Damit meine ich nicht, dass wir plötzlich aufhören sollten neugierig zu sein, Fragen zu stellen oder unseren Mut oder Ehrgeiz zu verlieren – sondern dem Leben einfach mal zu vertrauen.

Ein Vorbild in der Kommunikation ist … für mich schwer in nur einer Person festzumachen. Ich hatte das große Glück, viele inspirierende Persönlichkeiten im Laufe der letzten Jahre kennenzulernen. Alle haben mich in einer gewissen Weise geprägt, mich herausgefordert und mir neue Perspektiven und Blickwinkel gezeigt.

Meine Lehre aus der Corona-Krise ist, dass es sich definitiv lohnt, seiner Oma Facetime einzurichten.
 
Alle Porträts des aktuellen #30u30-Jahrgangs lesen Sie im PR Report.


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