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30.01.2015   News
PR erhöht die Chancen auf einen guten M&A-Deal
 
Die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen M&A-Abschlusses erhöht sich, wenn die Unternehmen in gute PR investieren und sich schon zu Beginn der Verhandlungen ein angemessen ausgestattetes Kommunikationsteam sichern. Dies geht aus einer Studie des M&A Research Centre der Londoner Cass Business School hervor.

Transaktionen mit einer Kommunikation als "konkretes Angebot" wurden in 84 Prozent der Fälle erfolgreich abgeschlossen, gegenüber nur leicht mehr als 50 Prozent der Transaktionen, deren erste Ankündigung als Reaktion auf Nachforschungen der Presse oder von Aufsichtsbehörden erfolgte. Die Erkenntnis, dass die Hälfte der Geschäfte mit reaktiver Ankündigung scheitern, unterstreicht für die Studienautoren, dass Informationslecks für M&A-Deals gefährlich sind.

PR-Firmen führen zu besseren Ergebnissen


Die Studie zeigt zudem, dass Verhandlungen, in denen beide Unternehmen von PR-Agenturen vertreten wurden, die höchste Erfolgsquote hatten. M&A-Deals, bei denen nur eines der beiden Unternehmen eine PR-Agentur angestellt hatte, hatten eine bessere Erfolgsquote als die, bei denen keine Agentur einbezogen worden war.

Deal-Ankündigungen, die Stellungnahmen der Geschäftsführer/Vorsitzenden der Ziel- und Käufer-Firmen beinhalten, hatten mit 91 Prozent die höchste Erfolgsquote. Ankündigungen ohne Stellungnahme aus den Führungsetagen wurden in 67 Prozent der Fälle erfolgreich abgeschlossen.

Im Vergleich dazu hatten Ankündigungen mit einer solchen Stellungnahme von nur einer Seite mit 57 Prozent die niedrigste Erfolgsquote.

Timing der Kommunikation 

Das Timing der Deal-Ankündigungen erwies sich ebenfalls als sehr wichtig. Vor Beginn des Börsentags angekündigte Transaktionen hatten weitaus mehr Erfolgschancen als diejenigen, die nach Eröffnung der Märkte preisgegeben wurden. Zwischen 7:15 Uhr und 9:00 Uhr angekündigte Transaktionen hatten die höchste Erfolgsquote - mit einer Abschlussquote von 87 Prozent. Diese Quote fiel für die nach 9:00 Uhr angekündigten Deals auf 64 Prozent ab.

Für die Studienautoren "erstaunlich": Die Märkte haben auf kurze Sicht die proaktiv angekündigten M&A-Deals weitaus weniger belohnt als diejenigen, deren erste Ankündigung unabhängig von der Geschäftsführung geschah.

Die Deals des Typs "konkretes Angebot" erzielten in der untersuchten fünf Tages-Periode eine außergewöhnliche Rendite von 2 Prozent, gegenüber 6 Prozent für die Ankündigungen des Typs "Reaktion auf eine Spekulation".

Jeetesh Singh, Cass-Alumni und Co-Autor des Berichts, geht davon aus, "dass diese Art von Spekulation eine Aufregung auf dem Markt hervorruft, die zu einem Aktienanstieg der Zielfirma führt."

Unter dem Titel "Selling the story" haben die Forscher die Kommunikationsstrategien von 198 M&A-Geschäften zwischen Kapitalgesellschaften in Großbritannien von 1997 bis 2010 untersucht, deren Wert mindestens 100 Mio. Dollar betrug. 
 

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