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News / Im Fadenkreuz der Desinformation
(Foto: Die Grünen)
08.09.2021   News
Im Fadenkreuz der Desinformation
Die Grünen und deren Spitzenkandidatin Annalena Baerbock sind bei weitem am häufigsten Zielscheibe politischer Desinformation. Das ergab eine Studie von Pressrelations, News Guard und Fraunhofer FKIE.
Analysisiert wurde die Medienberichterstattung zum Bundestagswahlkampf 2021 und dabei insbesondere die Glaubwürdigkeit der Quellen und die Rolle von Desinformation. Sowohl hinsichtlich des Beitragsaufkommens als auch der potenziellen Reichweite von parteibezogenen Desinformationsnarrativen entfielen demnach mehr als 90 Prozent auf Bündnis 90/Die Grünen.
 
Die Analyse zeige, dass die untersuchten Medienbeiträge zu Desinformationsnarrativen gegenüber allen Parteien im Erhebungszeitraum 1. März bis 31. August 2021 mit knapp 26.000 Beiträgen insgesamt einen Anteil von rund 2,2 Prozent an der Wahlkampfberichterstattung haben und damit bedeutend mehr als beispielsweise die Themen Europapolitik (ca. 18.000 Beiträge), Bildungspolitik (ca. 15.000 Beiträge) oder die Masken-Affäre (ca. 14.000 Beiträge).
 
Insbesondere die Kanzlerkandidatin der Grünen stehe mit sechs Narrativen, die eine vergleichsweise hohe Resonanz erfahren haben, deutlich im Fokus. Sämtliche Desinformationsnarrative zu Annalena Baerbock seien nach der Bekanntgabe ihrer Kandidatur zur Kanzlerin aufgetreten. Zuvor sei Angela Merkel das Hauptziel von Desinformation gewesen. Dabei weise das Narrativ zu Baerbocks angeblich falschem Uni-Abschluss mit 16.208 Beiträgen die größte Resonanz auf.
 
„Es ist erstaunlich, welche Dimension Desinformationsnarrative im Wahlkampf tatsächlich einnehmen und wie ungleich die Aufmerksamkeit nicht-vertrauenswürdiger Medien hinsichtlich der einzelnen Parteien verteilt ist“, sagt Marie Richter, Managing Director Germany von News Guard.
 
Die Macherinnen und Macher der Studie geben an, dass die entsprechenden Quellen von ausgebildeten Journalistinnen und Journalisten hinsichtlich der Einhaltung internationaler journalistischer Standards entlang eines Kriterienrasters auf Glaubwürdigkeit und Transparenz geprüft und nach einem Punktesystem von 0 bis 100 bewertet worden sein.
 
Weitere Informationen zur Studie: www.pressrelations.com/de/medienanalyse/desinformation


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