Please wait...
News / Bundestagswahl: TV ist erste Infoquelle
23.08.2021   News
Bundestagswahl: TV ist erste Infoquelle
Wenn es um Politik in Deutschland geht, nutzen die Bundesbürger vor allem das Fernsehen als Informationskanal. Das zeigt eine Studie der Universität Hohenheim.
Im Rahmen ihrer gemeinsamen Panel-Studie befragten das Meinungsforschungsinstitut Forsa und die Universität Hohenheim zwischen dem 16. Juli und dem 1. August dieses Jahres 20.095 Wahlberechtigte unter anderem zu ihren Informationsquellen über die Bundespolitik. Demnach nutzen die Menschen dazu am häufigsten Fernsehen, Radio und Webseiten. Es folgen Gespräche und Tageszeitungen. Am seltensten nutzen sie Social Media.

Allerdings unterscheidet sich das Informationsverhalten der Altersgruppen deutlich voneinander. Den Untersuchungsergebnissen zufolge steigt mit dem Alter die Häufigkeit, mit der die klassischen Massenmedien (Fernsehen, Radio, Zeitung) genutzt werden. Bei den 18- bis 29-Jährigen werden Webseiten, Social Media und Gespräche häufiger als Informationsquelle für die Bundespolitik genutzt als die klassischen Massenmedien.

Das Informationsverhalten variiert aber auch nach Parteineigung. Während Menschen mit CDU/CSU- oder mit SPD-Neigung am häufigsten die klassischen Massenmedien nutzen, greift die AfD-Anhängerschaft häufiger auf Webseiten, Social Media und Gespräche zurück. "Viele AfD-Anhänger leben in ihrem eigenen Informations-Kosmos, der wenig mit der Welt der anderen Wähler-Gruppen zu tun hat", erläutert Frank Brettschneider, Leiter des Lehrstuhls Kommunikationswissenschaft an der Uni Hohenheim. "In dieser Blase entsteht dann auch ein anderer Blick auf die Politik. Und es können Fake News gedeihen."

Ein weiteres Ergebnis: Die Kanzlerkandidaten und die -kandidatin stoßen in der Bevölkerung auf wenig Begeisterung. Der ideale Bundeskanzler respektive die ideale Bundeskanzlerin ist laut der Studie vor allem kompetent und vertrauenswürdig. Nahezu alle Befragten halten diese Eigenschaften für wichtig oder für sehr wichtig. Es folgen Entscheidungsfreude und Tatkraft. "Die Kanzlerkandidaten und die Kanzlerkandidatin entsprechen nicht den Idealbildern. Keinem der drei Personen an der Spitze schreiben derzeit mehr als 35 Prozent der Wählerschaft eine positive Eigenschaft zu", lässt sich Brettschneider in einer Mitteilung zitieren. Armin Laschet liegt demnach lediglich bei der Bürgernähe vorne. Bei allen anderen Eigenschaften werden entweder Olaf Scholz oder Annalena Baerbock besser bewertet. 55 Prozent der Wahlberechtigten schreiben Laschet keine einzige der relevanten Eigenschaften zu.

Zu der Studie "Bundestagswahl 2021: Wahlkampf, Stimmungen, Meinungen" geht es hier.

Exklusive und aktuelle Nachrichten aus der Kommunikationsszene gibt es jeden Mittwoch und Freitag in unserem Newsletter. Kostenlos abonnieren unter http://www.prreport.de/newsletter/
 

Newsletter

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein?

Magazin & Werkstatt