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News / „Es gab auch Unmut“
29.05.2021   Wissen & Praxis
„Es gab auch Unmut“
Volkswagen-Kommunikationschefin Nicole Mommsen über ihren Social CEO Herbert Diess.
Mit Herbert Diess hat Volkswagen auch einen Social-Media-Star-CEO. Was versprechen Sie sich davon?
Nicole Mommsen: Die Person Herbert Diess funktioniert sehr gut auf sozialen Netzwerken. Das ist sicher ein großes Privileg für Volkswagen, aber keineswegs eine One-Man-Show. Unsere Philosophie ist vielmehr, dass perspektivisch alle Führungskräfte mit allen Stakeholdern in den offenen Dialog treten.

Wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Kommunikatoren werden, welche Rolle kommt Ihrer Abteilung noch zu?
Wir erleben tatsächlich eine Demokratisierung der Kommunikation. Umso wichtiger ist es, klare Leitlinien zu formulieren und wichtige Themen intern stringent zu kaskadieren. Bei Volkswagen sind das für 2021 die drei Themen „Driving Success“, „Pushing Digitalization“ und „Intensifying Decarbonization“. Unser Ziel ist es, dass jeder von uns produzierte Content zu 70 bis 80 Prozent auf diese Themen einzahlt.

Wie hat sich dadurch das Verhältnis zu klassischen Medienvertretern und -vertreterinnen verändert?
Anfangs gab es auch Unmut darüber. Da wir die klassische Medienarbeit aber nicht aufgegeben haben, sehen auch die meisten Journalisten darin einen Gewinn. Sie bekommen zusätzlichen Inhalt, was sich an zahlreichen Spill-Over-Effekten weltweit gut belegen lässt. Viele Medienhäuser befinden sich selbst in einem Transformationsprozess und profitieren von unseren digitalen Inhalten. Da findet auch gerade ein Umdenken statt.
 
Tipp: Im aktuellen PR Report werfen wir einen Blick in den Social-Media-Maschinenraum von Herbert Diess. Warum der VW-Lenker der erfolgreichste Dax-Chef auf Linkedin ist, welche Strategie und welche Menschen dahinterstecken und wie die Social-Media-Arbeit des CEOs funktioniert.

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